Ligateam dreht das Spiel mit furiosem Lauf – Buxtehude verzweifelt an Abwehr und Tempospiel
- Erik Nagel
- vor 2 Minuten
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Der TV Hannover-Badenstedt hat am Samstagabend erneut seine Heimstärke unter Beweis gestellt. Nach einer nervösen Anfangsphase und einem 6:9-Rückstand gegen den Buxtehuder SV II zündete das Team von Trainer Domenik Pflughaupt den Turbo – und ließ die Gäste mit einem 6:0-Lauf regelrecht stehen. Am Ende stand ein verdienter 31:27 (15.12) Heimsieg, der vor allem durch taktische Umstellungen, eine starke Torhüterin und treffsichere Schlüsselfiguren geprägt war.
Nervöse Anfangsminuten – Buxtehude nutzt Fehler, Hannover sucht den Rhythmus
Die Gastgeberinnen starteten in gewohnter Formation und mit einer 3:2:1-Abwehr, doch die ersten Minuten waren geprägt von Unsicherheiten: Technische Fehler auf beiden Seiten, vergebene freie Würfe beim TVHB und ein 0:4-Lauf der Gäste sorgten für einen frühen Rückstand. Bis zum 6:5 hielt Hannover die Führung, dann drehte Buxtehude auf und setzte sich auf 6:9 nach 19 Minuten ab.
Willuhn hält Hannover im Spiel – Pflughaupt stellt um, Nagel bringt Schwung
Trainer Pflughaupt reagierte prompt: Die Deckung wurde auf eine 6:0-Formation umgestellt, Nele Kurok und Nelli Scharf bildeten den Innenblock. Dadurch fand Torhüterin Lotta Willuhn besser ins Spiel, zeigte fortan eine bärenstarke Leistung und hielt ihr Team mit wichtigen Paraden im Spiel. Im Angriff brachte die Einwechslung von Monja Nagel die Wende – mit vier Assists und einem eigenen Treffer war sie maßgeblich am 6:0-Lauf zum 12:9 beteiligt. Die Halle war begeistert, Buxtehude fand keine Mittel gegen die nun aggressive Abwehr und das schnelle Umschaltspiel der Gastgeberinnen.
Jördens und Kurok glänzen im Angriff – Hannover bleibt stabil
Im weiteren Verlauf avancierte Jule-Marie Jördens im Zusammenspiel mit Nagel zur besten Torschützin des Abends und erzielte insgesamt 6 Treffer. Nele Kurok war nicht nur hinten mit Scharf eine Bank, sondern zeigte auch am Kreis im Angriff ihre Klasse und steuerte starke 5 Tore bei. Nach dem furiosen Lauf ließ Hannover nichts mehr anbrennen. Die Abwehr agierte aufmerksam, die Torhüterinnen setzten wichtige Akzente und im Angriff wurde konsequent abgeschlossen. Buxtehude versuchte alles, doch Hannover blieb stabil und verteidigte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Das 31:27-Endergebnis war nie gefährdet und hätte durchaus höher ausfallen können.
Trainerstimme
Trainer Domenik Pflughaupt zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Wir haben nach der Umstellung in der Deckung und mit der Einwechslung von Monja Nagel den nötigen Schwung bekommen. Die Mannschaft hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und mit einer starken Teamleistung das Spiel gedreht. Besonders die Paraden von Lotta Willuhn und die Durchschlagskraft von Jule-Marie Jördens und Nele Kurok waren heute entscheidend. Das gibt Rückenwind für die kommenden Aufgaben.“
Fazit
Der TV Hannover-Badenstedt beweist erneut, dass er auch in schwierigen Phasen die richtigen Antworten findet. Die taktische Flexibilität, die starke Abwehr, eine glänzend aufgelegte Lotta Willuhn und die Impulse von Nagel, Jördens und Kurok waren der Schlüssel zum Erfolg. Mit diesem Sieg festigt Hannover seine Position und zeigt, dass mit dieser Mannschaft immer zu rechnen ist.
Aufstellung und Tore:
Lia Oppermann und Lotta Willuhn im Tor, Jule-Marie Jördens (6), Marlen Wills (6), Nele Kurok (5), Elies Mertens (4), Monja Nagel (3), Leni Köwing (2), Emma Niemann (2), Chiara Rohr (2/2), Lena Seehausen (1), Pia Döpke, Annika Hanne, Hanna Meyer, Minou Pohlai und Nelli Scharf.
Zum Fotoalbum (Fotos: CPS)







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