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Härtetest für Ligateam: Hochklassiger Frauen-Handball im Rahmen des Emmerthaler Steinmann Cups

Langsam werden die Gegner schwerer, je näher es Richtung Saisonstart geht. Im Rahmen des traditionellen Steinmann Cups, einem von der TSG Emmerthal ausgerichteten Männer-Handballturnier mit Mannschaften aus der Verbands- und Landesliga, trifft das Ligateam des TV Hannover-Badenstedt auf die SG Kirchhof 09. Hannover misst sich am morgigen Samstag als aktueller Drittligist dabei mit einem Team, das als Aufsteiger wieder in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga Fuß fassen will. Die Zuschauer können sich kurz vor Saisonbeginn Anfang September auf ein hochklassiges Frauen-Handball-Spiel freuen.


Die Formkurve stimmt derzeit beim TV Hannover-Badenstedt. Alle vier bislang absolvierten Testspiele in der Vorbereitung zur neuen Drittliga-Saison konnte Hannover gegen gutklassige Gegner aus der 3. Liga und Oberliga für sich entscheiden. Dies war zu Beginn der Vorbereitung nicht so ohne weiteres vorauszusehen. Nach der vergangenen Saison, die der TVHB zum dritten Mal in den letzten fünf Jahren als Drittliga-Staffelsieger beenden konnte, verließen das Trainergespann Timm Dietrich und Frederik Lösche den Verein. Dazu hängten die langjährigen Leistungsträgerinnen Jana Pollmer, Marie-Kristin Heinze und Leonie Neuendorf die Handballschuhe an den Nagel und Noemie Heitefuß sowie Victoria Pook wechselten zu Oberliga-Vereinen.


In neuer sportlicher Verantwortung steht seit Mitte Juni der Emmerthaler Roland Schwörer, an seiner Seite rückte Max Gutzeit nach erfolgreicher Arbeit mit der Badenstedter B-Jugend als Co-Trainer ins Liga-Team auf. In der Nachfolge von Christiane Gorn als Teammanagerin konnte die Mannschaft Leonie Neuendorf gewinnen, deren Umschulung von der Spielerin zum Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft schon nach wenigen Wochen gut gelungen ist.


Geschäftsführer Gerald Glöde freute sich bei der Vorstellung des neuen Trainers, „dass wir mit Roland Schwörer einen ausgewiesenen Handball-Fachmann als Cheftrainer gewinnen konnten. Durch seine große Erfahrung sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich ist gewährleistet, dass der bisher eingeschlagene Weg des Vereins erfolgreich fortgeführt werden kann.


Roland Schwörer kann bei der Gestaltung des Umbruchs auf einen Stammkader von 10 Spielerinnen aus der vergangenen Saison zurückgreifen, der durch nachrückende Spielerinnen aus der erfolgreichen Badenstedter Jugendakademie ergänzt wird. Die Mannschaft wird sich weiter verjüngen und für die anstehende Saison ein Durchschnittsalter von 20,8 Jahren aufweisen. Externe Neuzugänge gibt es bislang nicht.


Die Jugendarbeit des TV Hannover-Badenstedt ist seit über einem Jahrzehnt vorbildlich. Neben zwei Deutschen Meisterschaften mit der B-Jugend in den Jahren 2012 und 2022 ist man regelmäßig auch in der A-Jugend-Bundesliga vertreten und erreichte auch schon mehrmals das Final-4-Turnier. Dazu wurden auch immer wieder Jugend-National-Spielerinnen hervorgebracht und einige ehemalige Junge Wilde spielen heute in der 1. und 2. Frauen-Bundesliga.


Nach den ersten Wochen der Zusammenarbeit ist der Cheftrainer sehr zufrieden mit seinem neuen Team und zeigt sich vor allem von deren Professionalität beeindruckt. Die Tatsache, wie engagiert und mit wie viel Elan die einzelnen Spielerinnen dabei seien und wie viel Zeit sie in den Handballsport investieren, habe ihn überrascht. „Alle schaffen es, Beruf, Studium, Ausbildung oder Schule und auch Privatleben drumherum mit dem Handball abzustimmen. Da macht es sich keine einmal leicht, zu spät zum Training zu kommen oder zu fehlen, sondern organisiert alles um diese Fixpunkte herum. Kurzum, alle Spielerinnen zeichnen sich durch eine hohe Professionalität aus ohne Profis zu sein“, äußerte sich Roland Schwörer zu seinem Kader.


Auf den Vergleich mit dem höherklassigen Gegner freut man sich auf Hannoveraner Seite, da diese Erfahrung das Team wieder einen Schritt nach vorne bringen wird. Die neue Saison wird aufgrund der weitergehenden Ligen-Reform ein echter Prüfstein werden, da nur die ersten sieben Mannschaften der Zwölferstaffel sicher in der 3. Liga verbleiben. Damit wird es das zweite Jahr hintereinander ein starkes Ausscheidungsrennen geben. Der TVHB wird in der Staffel Nord-West antreten, die interessante und starke bekannte, aber auch einige unbekannte Gegner aufweisen wird.


Der Gegner der Hannoveranerinnen beim Spiel in Emmerthal ist einer der drei Aufsteiger in die 2. Bundeliga, die SG Kirchhof 09. Die Nordhessinnen werden vom A-Lizenzinhaber Martin Schwarzwald trainiert, der zur vergangenen Saison nach Melsungen wechselte und gleich im ersten Anlauf den Sprung eine Klasse höher schaffte. Zuvor war Schwarzwald in der 1. und 2. Bundesliga beim TSV Bayer 04 Leverkusen, der TSG 1846 Mainz-Bretzenheim und dem TVB Wuppertal in der Verantwortung.


Der Kader der SG Kirchhof umfasst aktuell 14 Spielerinnen, darunter mit Greta Kavaliauskaite eine Langzeit-Rekonvaleszentin. Nachdem man die Abgänge von Aleksandra Orowicz (Tor), Carlotta Fege und Paulina Harder (Kreis) sowie Martina Pandza (Linksaußen) verkraften musste, konnte man im Tor Dana Centini (TVB Wuppertal), Nele Weyh (HSV Solingen-Gräfrath) am Kreis und Wiktoria Zakrzewska (Rückraum, AZS AWF Warszawa) als Neuzugänge gewinnen. Aktuell sei man mit der Kadersituation zufrieden, würde aber noch gerne 1-2 Spielerinnen mehr aufnehmen.

Für die anstehende Saison haben wir uns vorgenommen, immer konkurrenzfähig zu sein, egal welchen Gegner wir vor uns haben“, ließ Martin Schwarzwald verlauten. „Unser Kader ist ausgeglichen, wir stellen in Bestbesetzung eine sehr unbequeme Abwehr. Daher wollen wir mutig auftrumpfen und streben einen einstelligen Tabellenplatz an.“ Dieser wird auch notwendig sein, da aus dem 16er-Feld vier Mannschaften absteigen und der Tabellenzwölfte in die Relegation muss.


Für das Spiel gegen den TV Hannover-Badenstedt wird auf Kirchhofer Seite auf Rückmitte mit Anna-Maria Spielvogel eine der Leistungsträgerinnen fehlen, die beruflich verhindert ist. Ansonsten wird Schwarzwald’s Mannschaft in Bestbesetzung auflaufen.

Unser Ligateam-Kader im Rahmen des Trainingslagers in Schüttorf

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