Zittersieg in Leipzig - Ligateam verspielt mehrfach klare Vorteile
Am Ende stand ein hauchdünner 31:30-Auswärtssieg des TV Hannover-Badenstedt beim HC Leipzig II. Die Mannschaft von Trainer Domenik Pflughaupt machte sich das Leben dabei jedoch mehrfach selbst schwer. Trotz deutlicher Führungen gelang es nicht, die Partie frühzeitig zu entscheiden. In der Crunchtime behielten die Gäste aber die Nerven und nahmen verdient beide Punkte mit auf die Heimreise. Mit nun 11:1 Punkten behauptet Hannover den zweiten Tabellenplatz in der 3. Liga Nord. Trainer Domenik Pflughaupt spricht nach einem Viertel der Saison von einem Traumstart. Am kommenden Wochenende wartet mit dem Auswärtsspiel beim Tabellendritten SV Grün-Weiß Schwerin (10:2 Punkte) die nächste schwere Aufgabe.
Starke erste 25 Minuten bringen Sieben-Tore-Vorsprung
Den frühen Führungstreffer von Lena Krüger zum 1:0 beantworteten die Gastgeberinnen mit zwei Toren zur 2:1-Führung. Danach übernahm Hannover zunehmend die Kontrolle und zog mit drei Treffern in Folge auf 4:2 davon. Vor allem die immer stabiler werdende Defensive sowie eine aufmerksame Lotta Willuhn im Tor sorgten dafür, dass der Vorsprung kontinuierlich anwuchs. Beim 15:8 in der 26. Minute lag der TVH erstmals mit sieben Toren vorne.
Leipzigs Trainer Christian Kohlstädt griff erneut zur Auszeit und dieses Mal zeigte die Maßnahme Wirkung. Mit einem 6:1-Lauf binnen vier Minuten kämpften sich die Gastgeberinnen zurück ins Spiel und verkürzten kurz vor der Pause auf 14:16. Der bis dahin klare Spielverlauf war plötzlich wieder völlig offen. Erst ein Treffer von Anastasia Zimmermann stellte den 3-Tore-Vorsprung zum 17:14-Halbzeitstand wieder her.
Leipzig kommt stärker aus der Kabine
Die Gastgeberinnen erwischten den deutlich besseren Start in die zweite Halbzeit. Ein 4:1-Lauf brachte Leipzig in der 36. Minute erstmals seit langer Zeit wieder zum Ausgleich (18:18). Hannover zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und antwortete mit vier Treffern in Serie. Als Leni Köwing in der 39. Minute zum 22:18 traf, schien die Partie für die Gäste wieder in ruhigeres Fahrwasser zu geraten.
Doch die Begegnung blieb ein ständiges Auf und Ab. Beim Stand von 24:20 verpasste es Hannover, in Überzahl für eine Vorentscheidung zu sorgen. Leipzig gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen und war nach dem 24:25 in der 47. Minute wieder in Schlagdistanz.
Hannover behält in der Schlussphase die Nerven
Auch in den letzten zehn Minuten lag der TV Hannover-Badenstedt meist vorne und führte zwischenzeitlich erneut mit drei Toren. Leipzig kämpfte sich jedoch immer wieder zurück und stellte in der 57. Minute nach einem 26:29-Rückstand den 29:29-Ausgleich her.
Marlen Wills und Leni Köwing brachten Hannover anschließend wieder mit 31:29 in Front. Zwar gelang den Gastgeberinnen 100 Sekunden vor Schluss noch der Anschlusstreffer zum 30:31, doch in Unterzahl brachte der TVHB den knappen Vorsprung mit Geschick und dem nötigen Quäntchen Glück über die Zeit. Ein technischer Fehler der Leipzigerinnen zwanzig Sekunden vor dem Schlusspfiff beseitigte die letzten Zweifel am Auswärtserfolg.
Trainer Domenik Pflughaupt zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, haderte jedoch mit dem Verlauf der Begegnung: „Wir machen uns das heute unnötig schwer. Bis kurz vor der Halbzeit zeigen wir eine starke Leistung und haben das Spiel im Griff. Innerhalb weniger Minuten bringen wir Leipzig wieder zurück ins Spiel und schaffen es auch nach der Pause nicht, den Sack zuzumachen, obwohl wir mehrfach die Gelegenheit dazu hatten.“
TV Hannover-Badenstedt: Lotta Willuhn und Lia Oppermann im Tor; Marlen Wills 7, Monja Nagel 5/2, Jule Marie Jördens 4, Leni Köwing 4, Anna Rudolf 4, Lena Krüger 2, Nele Kurok 2, Anastasia Zimmermann 2, Alena Müller 1, Hanna Meyer, Ann-Cathrin Tissier.






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