Starke Deckung legt den Grundstein für Hannovers Heimsieg
Der TV Hannover-Badenstedt hat auch das zweite Saisonspiel gewonnen. Beim Heimauftakt setzten sich die Hannoveranerinnen mit 35:30 gegen die Guardians des SFN Vechta durch. Nach einem Rückstand in der Anfangsphase drehte Hannover die Begegnung mit einem 4:0-Lauf und brachte den Erfolg anschließend souverän ins Ziel. Zur Halbzeit führten die Spielerinnen von Trainer Domenik Pflughaupt bereits mit 18:13.
Vechta erwischt den besseren Start
Die Gäste kamen zunächst besser ins Spiel. Nach etwas mehr als sieben Minuten brachte Katherina Reisbich die Guardians mit 3:5 in Führung. Hannover ließ sich vom frühen Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen und fand zunehmend Zugriff auf die Begegnung.
Innerhalb von weniger als drei Minuten drehten die Gastgeberinnen die Partie vollständig. Jule-Marie Jördens, Marlen Wills mit zwei Treffern und Anna Rudolf sorgten für einen 4:0-Lauf und die 7:5-Führung. Vor allem die immer stärker werdende Deckung erwies sich nun als Schlüssel zum Erfolg. Die Hannoveranerinnen erkämpften sich Bälle und nutzten die daraus entstehenden Möglichkeiten zu schnellen Gegenstößen.
Variable Angriffsleistung sorgt für klare Führung
Auch im Positionsangriff überzeugte Hannover im weiteren Verlauf mit einer starken und variablen Leistung. Monja Nagel steuerte das Aufbauspiel intelligent und bereitete insgesamt acht Treffer vor. Davon profitierten besonders Jule-Marie Jördens und Marlen Wills, aber auch die Kreisspielerinnen.
Jördens erzielte fünf ihrer insgesamt neun Treffer bereits in der ersten Halbzeit. Wills kam vor der Pause auf sechs ihrer ebenfalls neun Tore. Sämtliche Treffer der beiden Spielerinnen fielen aus dem Rückraum. Gleichzeitig setzte Hannover seine Kreisläuferinnen wirkungsvoll in Szene. Anna Rudolf erzielte einen Treffer vom Kreis, Nele Kurok war von dieser Position zweimal erfolgreich.
Nach dem 7:5 bauten die Hannoveranerinnen ihren Vorsprung konsequent aus. Über 10:6 und 14:8 setzte sich der TV Hannover-Badenstedt bis auf 16:9 ab. Die Guardians verkürzten in den Schlussminuten des ersten Durchgangs noch einmal, dennoch nahm Hannover eine verdiente 18:13-Führung mit in die Pause.
Hannover behält nach der Pause die Kontrolle
Auch in der zweiten Halbzeit kontrollierte der TV Hannover-Badenstedt über weite Strecken das Geschehen. Die Führung wuchs mehrfach auf sieben Tore an. Beim 22:15, 26:19, 28:21 und 31:24 hatten sich die Hannoveranerinnen jeweils ein komfortables Polster erarbeitet.
Vechta gab sich allerdings zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Zwischenzeitlich verkürzten die Guardians mit drei Treffern in Folge von 22:15 auf 22:18. Näher als auf vier Tore ließ Hannover die Gäste jedoch nicht mehr herankommen.
In der Schlussphase behaupteten die Spielerinnen von Trainer Domenik Pflughaupt ihren Vorsprung. Den Schlusspunkt setzte Jördens mit ihrem neunten Treffer zum 35:30-Endstand. Damit ließen die Hannoveranerinnen dem erfolgreichen Auftakt in Harrislee einen Sieg im ersten Heimspiel der Saison folgen.
Domenik Pflughaupt lobt Deckung und Spielsteuerung
Trainer Domenik Pflughaupt zeigte sich nach der Begegnung sehr zufrieden mit der Leistung und der Entwicklung seiner Mannschaft. Besonders die Deckungsarbeit habe gegenüber dem Saisonauftakt noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht. Hannover erkämpfte sich zahlreiche Bälle und wandelte die Ballgewinne konsequent in Tore um.
Auch die Spielsteuerung im aufgebauten Angriff bewertete der Trainer positiv. Einen wesentlichen Anteil daran hatte Monja Nagel, die mit ihren Assists immer wieder die richtigen Lösungen fand und ihre Mitspielerinnen wirkungsvoll in Szene setzte.
Die stärksten individuellen Leistungen zeigten Jule-Marie Jördens und Marlen Wills, die jeweils neunmal aus dem Rückraum trafen.
Verbesserungspotenzial sah Pflughaupt noch im Umschaltspiel. Nach Ballgewinnen müsse der Ball künftig noch konsequenter und schneller aus der eigenen Hälfte nach vorn transportiert werden.
„Die letzten beiden Jahre sind wir mit jeweils 0:4 Punkten gestartet. Das hatte schon früh mächtig Druck aufgebaut. Durch den Bilderbuchstart können wir deutlich gelassener, aber weiterhin konsequent an die nächsten Aufgaben herangehen“, blickt Pflughaupt voraus.
Zwei Siege als gutes Fundament
Mit dem 35:30-Erfolg knüpfte Hannover an den gelungenen Saisonstart an und feierte vor 150 Zuschauerinnen und Zuschauern den ersten Heimsieg der neuen Spielzeit. Die beiden Erfolge bilden ein gutes Fundament für die Aufgaben der kommenden Wochen.
Am 3. Oktober 2026 ist mit dem Frankfurter HC jene Mannschaft zu Gast, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga klar als Saisonziel ausgegeben hat und aufgrund ihrer Neuzugänge als einer der ersten Anwärter auf den Meistertitel gilt. Auch der FHC startete mit zwei Erfolgen in die Saison, sodass in Hannover ein erstes Spitzenspiel zu erwarten ist.
Es spielten und trafen für den TV Hannover-Badenstedt: Lotta Willuhn und Marleen Wiegard - Jule-Marie Jördens 9, Marlen Wills 9, Nele Kurok 4, Elies Mertens 3/1, Lena Seehausen 3, Monja Nagel 2, Anastasia Zimmermann 2, Lea-Sophie Graich 1, Leni Köwing 1/1, Anna Rudolf 1, Alena Müller, Nelli Scharf.
Zum Fotoalbum (Fotos: Carsten Peter Schulze)






Kommentare