Ein Hauch von Weltmeisterschaft in der SalzwegArena zu Badenstedt
- Bernd Schröder
- vor 21 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Die weibliche U20-Nationalmannschaft des DHB hat ihren letzten Härtetest vor der anstehenden WM knapp verloren. In einer packenden Neuauflage des EM-Finales von 2025 musste sich das deutsche Team um Bundestrainer Christopher Nordmeyer dem Vize-Europameister Spanien mit 29:30 (13:18) geschlagen geben. Trotz einer fulminanten Aufholjagd in der zweiten Halbzeit reichte es am Ende nicht ganz für einen Punktgewinn.
Vor einer tollen und stimmungsvollen Kulisse entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Die Spanierinnen stellten die deutsche Auswahl jedoch zunehmend mit einer sehr offensiven und aggressiven Abwehr vor Aufgaben und erarbeiteten sich bis zur Pause einen Fünf-Tore-Vorsprung (13:18).
Auch nach dem Seitenwechsel hielt Spanien den Druck hoch. Als in der 44. Minute beim Stand von 19:26 der Rückstand sogar auf sieben Tore anwuchs, schien das Spiel vorzeitig entschieden. Doch der amtierende Europameister bewies – wie schon am Vortag – eine enorme Moral und ein echtes Kämpferherz. Angetrieben von zwei wichtigen Paraden durch Merle Muth und schnellen Toren nach Ballgewinnen kippte das Momentum komplett auf die deutsche Seite.
Große Resilienz trotz verletzungsbedingtem Rückschlag
Besonders bitter wog für das DHB-Team der kurzfristige Ausfall von Leistungsträgerin Lara Däuble, die sich im vorherigen Spiel gegen Frankreich eine Handverletzung zugezogen hatte. Ein schwerer Schlag für die Mannschaft, den das Team im Laufe des Turniers jedoch bravourös auffing. Zweimal gelang den deutschen Juniorinnen in der Schlussphase der Ausgleich, ehe sich die abgeklärten Spanierinnen am Ende den hauchdünnen 30:29-Sieg sicherten.
Bundestrainer Christopher Nordmeyer zeigte sich trotz der Niederlage stolz auf die Reaktion seiner Spielerinnen: „Für mich war zu Beginn der Aufholjagd klar, dass wir es schaffen würden, sie einzuholen. Diese Mannschaft besitzt eine große Resilienz. Das haben wir uns durch unsere Erfolge erarbeitet.“ Mit Blick auf den Ausfall von Däuble ergänzte er kämpferisch: „Die Aufholjagd hat dem Team neuen Mut gegeben. Heute haben sie gesehen, was trotzdem möglich ist. Es ist nicht mehr die Frage ‚ob wir ohne sie erfolgreich sind‘, sondern ‚wie‘.“
Für die U20-Frauen geht es nun mit viel Selbstvertrauen und wertvollen Erkenntnissen zur Weltmeisterschaft (19. bis 30. Juni in Nordmazedonien).
Wir vom TV Hannover-Badenstedt drücken den DHB-Mädels für die Weltmeisterschaft ganz fest die Daumen und werden den Weg unseres Nationalteams gespannt mitverfolgen!
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