WJB und WJA absolvieren längste Auswärtsfahrt mit unterschiedlichem Erfolg

Die mit über 150 km längste Anreise zu einem Auswärtsspiel unternahmen am gestrigen Samstag die weibliche B- und A-Jugend gemeinsam nach Hann. Münden. Nachdem der Bus mit 30-minütiger Verspätung in Badenstedt abfuhr, verlief die Anreise über die mit Baustellen gepflasterte A7 doch problemlos, so dass beide Teams rechtzeitig am Zielort eintrafen, ohne das die zuerst spielende wJB ihre Vorbereitungen in hektischer Betriebsamkeit vollziehen musste.

In einer ersten Halbzeit, in der beide Teams Körperkontakt weitestgehend vermieden und sich kein Team entscheidend absetzen konnte, erzielte die HSG eine Halbzeitführung von 14:12, dass den Spielbeobachter an den 2. Saisonsieg glauben ließ. Zumal die HSG sofort nach der Pause mit 15:12 erstmals einen 3-Tore-Vorsprung erzielte – und dann aber leider das Handballspielen sowie die notwendige Aufmerksamkeit komplett einstellte. Hann. Münden sorgte mit einem 6:0-Lauf für eine kleine Vorentscheidung, die eigentlich keine sein musste – doch die HSG-Mädels ließen schlagartig jeglichen Widerstand vermissen, so dass die Gastgeberinnen einfaches Spiel hatten und das Match mit 29:22 für sich entschieden.

Fazit wJB: Eine unnötige Niederlage gegen einen keineswegs besseren Gegner. Aber zuviele grundlegende Fehler verdarben ein besseres Ergebnis. So hatten die Gastgeberinnen zweimal die Chance des Nachwurfs bei gehaltenem Straf- und Nachwürfen … bis der Ball dann letztendlich doch im Badenstedter Tor landete. Positiv hervorzuheben waren die einige Male funktionierende Achse Nora/Katharina sowie die Einläufer von Linksaußen, die Franziska erfolgreich nutzen konnte.

Anschließend wollte es die WJA besser machen – und das gelang problemlos. Eine einzige Führung gestatteten die HSG-Girls den Gastgeberinnen beim 1:2 – dann zog der HSG-Express seine Bahnen. Beim 9:5 in der 12. Minute zog der Heimtrainer die grüne Karte, konnte damit den weiteren Spielverlauf aber nicht beeinflussen. Über 12:7 ging es mit 21:9 in die Halbzeitpause. Erwähnenswert hier bereits die 4 Treffer von Marleen, die alle vom Kreis erzielt wurden sowie 9 Treffer, die per Tempogegenstoß gelangen. Wie gut die HSG-Defensive in der ersten Hälfte arbeitete, zeigt sich an 2 Beispielen: Bereits der erste Mündener Angriff endete im Zeitspiel und der letzte Angriff vor der Halbzeit dauerte geschlagene 2,5 Minuten …

Halbzeit 2 war dann ein reines Tempogegenstoßfestival (14 Tore) von Badenstedter Seite während die Gastgeberinnen die HSG-Abwehr, die nun in der Konzentration nachließ, einige Male vom Kreis überrumpelte. Trainerin Heike Krüger gab allen Spielerinnen ausreichend Spielanteile und konnte so die Stammformation für das heutige Damen-Oberligaspiel bei MPE Celle schonen. So wurde Leonie Steiner im rechten Rückraum “getestet” und alle Spielerinnen kamen zu ihren Torerfolgen.

Fazit wJA: Pflichtaufgabe erfolgreich gelöst; nächste Woche geht es für beide Teams gegen Peine und die WJA hat dann eine vierwöchige Pause.

Ein herzliches Dankeschön gilt Uwe, der den Spielerinnen ein gesundes Buffet in der Halle kredenzte.

Bericht Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung vom 9.10.2012
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