Weibliche Jugend D: Zaubern und kämpfen

Für das Spitzenspiel gegen den TuS Bothfeld hatten wir uns eine kleine Aufgabe für die Mädchen von Trainer Holger Jung einfallen lassen. Die Samstagstrainingeinheit unmittelbar vor dem Spiel nutzten wir ausnahmsweise mal für eine Taktikeinheit. Die Mädchen bekamen reichlich Input und sollten diesen gleich nach der Einheit im Spiel umsetzen. Für das Spiel brauchten wir einen kleinen Vorteil, wie uns das Endspiel beim Bothfelder Turnier diesen Sommer gelehrt hatte.

Dieser Vorteil war auch dringend nötig, Bothfelds Rückraum Links Lina, heute mal nicht im Tor, hatte einen Sahnetag erwischt und traf nach Belieben. Die Badenstedter Mädchen konnten zwar mannschaftlich im Angriff mithalten und zauberten ihrerseits vor dem Tor, fanden aber kein Mittel in der Deckung. Bis zum 11:11 nach 12 Minuten hielt sich die Begegnung Badenstedt vs. Lina noch die Waage, dann drohte doch tatsächlich das Spiel zugunsten der Gäste zu kippen. Beim 15:19 Halbzeitstand hatten wir bereits fünf verschiedene Torschützinnen, bei Bothfeld hatte dagegen eine Spielerin 13 von 19 Treffern auf sich vereinigt.

Noch vor der Halbzeitbesprechung war ein Kriegsrat mit Charlotte und Pia auf der Bank notwendig. Im Angriff spielten die Mädchen nahezu tadellos, in der Abwehr brauchten wir dringend eine Lösung. Unsere Co-Trainerinnen hatten den richtigen Gedanken, den wir nur noch unserem spontanen go-to-girl verkaufen mussten. In der Deckung stellten wir personell nur eine Schraube, forderten noch das Aushelfen ein und beließen es aber ansonsten bei der offenen Manndeckung.

Nach dem Pausenrückstand von vier Toren gab es im Wesentlichen nur zwei Dinge aus der Halbzeit zwei zu berichten. Beim Team Time Out sechs Minuten vor Schluss bei einem Vorsprung von vier Toren bekamen die Mädchen die Anweisung nun ruhig zu spielen, nur die hundertprozentige erste Welle auszuspielen, jegliche Hektig zu vermeiden, keinerlei Risikopässe zu gedeckten Mitspielerinnen zu spielen und die Gäste gegen die Uhr spielen zu lassen. Unmittelbar nach dem Time Out brachen die Mädchen in kopflose Panik aus, schmissen die Bälle zum Gegner, ins Aus oder neben das Tor. Hier muss mal ein sportpsycholgisches/philosophisches/theologisches/linguistisches Konzil her. Das 31:27 war ruckzuck nur noch ein 32:30, bis sich die Mannschaft wieder fing und das Spiel mit 35:30 nach Hause schaukelte. Hatte Lina in der ersten Halbzeit noch 13 Tore gegen uns geworfen, kümmerte sich Nadine in Halbzeit zwei um sie, kassierte weder Verwarnung noch Zeitstrafe…. und ließ noch 3 Tore ihrer Gegenspielerin zu.

Den Bothfelder Bericht gibt es in Kürze hier.

Die D-Jugend hat bis nach den Herbstferien Pause und trifft dann am Sonntag, den 03.11., um 15:00 auswärts auf den ungeschlagenen Verfolger Sarstedt.