Weibliche Jugend D I: Verirrt im Sand

Den zweiten Auftritt im Sand hatte die wD I im heimischen Hannover, diesmal zu Gast beim HSC. Wir mussten auf Alena verzichten, hatten aber dafür Gastspielerin Lucie mit dabei. Unter der Woche war noch ein Paket angekommen, die Mädchen durften sich erstmals in ihren neuen Trikots präsentieren. Und das erste Spiel war auf 10:30 verschoben worden. Nun konnte fast nichts mehr schief gehen …

Der Dachorganisator des Turniers, der Landesverband, hatte offenbar noch nie etwas von einer Spannungskurve gehört. Das Turnier begann mit dem – vermeintlichen – Spitzenspiel HSC I gegen TV Badenstedt. Warf man einen Blick in die Halle beim Auswahltraining des Jahrgangs ’09, gab es dort schon eine kleine Dominanz dieser beiden Vereine. Nun hatten wir einen Abend zuvor jenen Blick in die Halle geworfen und eine mögliche Problemzone der gegnerischen Torhüterin ausgemacht. Jetzt musste der HSC nur noch mit Spezialistenwechsel im Tor spielen … sie taten es. Die Mädels hatten einen Auftrag, wo der Ball einzuschlagen hatte und los ging’s. Von Spitzenspiel war dann leider wenig zu sehen, die jungen Damen hatten eigene Pläne. Statt Anweisungen zu folgen, warfen die Mädchen der gegnerischen Keeperin lieber die Hände warm, unsere langen Würfe von Tor zu Tor waren stets sichere Beute der Torhüterin, die es sich längst im Tor bequem gemacht hatte, als unser Wurf kam und von unserer Zweierkooperation im Angriff für unsere Torhüterin war irgendwie nichts zu sehen. Das war schon mal gar nichts.

Wir starteten gegen den HSC erst einmal mit der falschen Sportart

Unseren zweiten Gegner Mellendorf hatten wir bereits das Wochenende zuvor kennen gelernt. Auch der MTV hatte das ein oder andere Talente in der Regionsauswahl und war daher nicht zu unterschätzen. Wir hatten vor dem Spiel das Trikot gewechselt, nun spielte der Gegner in rot und wir in weiß. Wenn aber im ersten Spiel Freund noch in rot gespielt hatte, dann konnte rot ja auch im zweiten Spiel nicht verkehrt sein, so die Logik heute. Also schmissen die Damen jeden zweiten Ball zu einer Spielerin in rot. Die bedankten sich artig und das Turnier stand kurz vor dem Einsatz eines RTW, denn ein Trainerherz war nun in höchster Not. 8:8 im ersten Satz, das golden goal musste die Entscheidung bringen. Humorlos verhinderte der TVB ein mögliches Penalty Werfen nach dem Spiel und holte dann etwas weniger aufregend den zweiten Satz.

Die Besatzung des RTW hätten fast Herz und Zunge retten müssen.

Der HSC II war quasi die verkleinerte Ausgabe der ersten Mannschaft. Alle Gegenspielerinnen waren nun ein Stück kleiner und jünger. Das Motto bei der Einteilung war wohl: “Wir wissen zwar noch nicht sicher, wer das Turnier gewinnt, aber Platz 4 sichern wir der zweiten Mannschaft.” Kann man so machen, wir sehen Beachhandball dagegen etwas entspannter. Wir passten uns ein wenig an und ließen in beiden Sätzen je drei unserer größeren oder erfahreneren Spielerinnen pausieren, so dass der Größenunterschied nicht mehr ganz so frappierend sein würde. Inzwischen war auch die letzte Spielerin aufgewacht und man konnte erahnen, dass wir die ein oder andere Woche schon mal im Sand trainiert hatten. Nun schlug bei gleich großen Abwehrspielerinnen auch die Stunde unserer E-Jugendlichen Neele und Frida, die zum Schrecken der gegnerischen Torhüterinnen wurden und unsere Torstatistik hochschraubten.

Wir warten gespannt, ob und wie es in der HVN Beach Tour weiter geht. Möglicherweise dürfen wir zum Ferienbeginn noch mal ran. Ein ganz großes Dankeschön der Mädchen geht noch mal raus an unseren Trikotsponsor, der dann in der Halle nicht nur die schönen Trikots wird bewundern können, sondern dann auch hoffentlich aufgeweckte Spielerinnen in den Trikots.