Weibliche Jugend D I: Start in die Beachsaison

Nach der C-Jugend startete Samstag auch die D-Jugend in die HVN Beach Tour. Der TKJ Sarstedt hatte geladen und neben den Gastgebern hatten sich Mellendorf, Elze und wir gemeldet. Mit voller Besetzung, also auch mit E-Jugend Küken Neele und Frida, reisten wir bei strahlendem Sonnenschein an und ließen uns auch nicht von diversen Baustellen und Sperrungen auf der Strecke abhalten.

Wir hatten das zweite Spiel des Tages, so dass wir uns schon mal vorab einen Eindruck von Sarstedt II und Elze machen konnten. Dreierwechsel und ohne Läufer, keine Einwechselung vorn, keine Würfe aus dem eigenen Torraum, keine spinshots … beide Teams waren Neulinge im Sand. Kurzer Schnack mit Trainerin Steffi von Mellendorf – auch die Mellendorfer Mädels übten sich erst seit zwei Wochen auf dem ungewohnten Untergrund. Um das Ganze etwas spannender zu gestalten, hatten sich die Gastgeber aber eine besondere Herausforderung ausgedacht. Statt auf 6m waren die Torraumlinien auf 10 bzw. 9m. Wer ein Tor oder gar ein spinshot-Tor erzielen wollte, musste alles aus dem Arm herausholen. Wir gaben im Laufe des Turniers die Devise aus, dass Würfe vom eigenen Torraum auf das leere Tor viel einfacher seien als Würfe von der Torraumlinie auf das bewachte Tor. Und letztlich kam die interessante Hürde der wurfstärksten Mannschaft zu Gute, so dass die Rechnung der Gastgeber womöglich nicht ganz aufging.

Wir starteten gegen Mellendorf in das Turnier und die Mädchen waren um 10:30 Uhr irgendwie noch nicht ganz wach. Ob da die ein oder andere Übernachtungsparty stattgefunden hatte, ließ sich nicht ermitteln. Es ging alles erst einmal etwas schlafwandlerisch zu. Erst im zweiten Satz wachten die Mädchen ein wenig auf und ließen weniger Spannung aufkommen. Im zweiten Spiel gegen die Gastgeber müssen sich die Mädchen verschworen haben, den ersten Satz wollten sie ganz besonders spannend gestalten und holten ihn erst durch das golden goal. Im Nachhinein ärgerlich, das war die einzige Chance mal den reichlich trainierten shoot out zu erproben. Der zweite Satz ging dann wieder deutlich an uns und wir waren noch ein Spiel vom Turniersieg entfernt.

Noch sind sie trocken…

Das altbekannte Bild. Wir trainieren etwas und trainieren und trainieren, es klappt zunehmend besser … und im Wettkampf ist NICHTS davon zu sehen. So z. B. der spinshot, der jüngst bei der Jugend-EM als Standardwurf zu sehen war. Zugegeben, der Wurf mit 360° Drehung im Sprung ist nicht ganz leicht, aber mindestens fünf Mädchen hatten ihn im Training schon recht ansehnlich gezeigt. Sollte wieder einmal Trainingseinheit um Trainingseinheit für die Katz gewesen sein? Laura stemmte sich gegen das Klischee, verwandelte im letzten Spiel gleich vier oder fünf Pirouetten auf das immerhin 10 m entfernte Tor und rettete so unsere Ehre. Die Mädels ließen Elze letztlich keine Chance und unsere Torhüterinnen zwangen mit ihren Weitwürfen gar die Elzer Trainerin dazu, phasenweise ihre Torhüterin für den Angriff im Tor zu belassen. Mit 6:0 Sätzen reisten die TVB-Mädels wieder ab und nahmen noch die alte Per-Anhalter-durch-die-Galaxis-Weisheit mit, dass die vorausschauende junge Weltraumreisende stets ein Handtuch bei sich trägt, sei es für eine Reise durch das All … oder auch nur eine Wasserschlacht auf dem Sportplatz.