Weibliche Jugend C: Start der Relegation

Mit ordentlich zeitlichem Rückstand starteten wir als eine der letzten Mannschaften in die Relegation um den Einzug zur Vorrunde der Oberliga. Die Gastgeberinnen aus Bothfeld hatten sich mit zwei klaren Siegen schon gut positioniert und dabei auch die landesligaerprobten Edemisserinnen auf Abstand gehalten. Obwohl wir noch kein Spiel bestritten hatten, erklärten wir die Begegnung zum Spitzenspiel der Quali-Gruppe 4 und hatten uns seit Wochen vorbereitet.

Die Mädchen bekamen nur die Deckungsformation mit auf den Weg, die Details ließen wir offen. Abwehrchefin Merja stellte ihre Mädels auf 12, 13 m und nahm den Gastgeberinnen erst einmal die Luft. 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 bei vier verschiedene Torschützinnen, mit so einem Start hatte niemand gerechnet und Bothfelds Trainerin Claudia zog sogleich die Notbremse. Das zeigte Wirkung, unser Team Time Out wenig später leider nicht. Beim 6:6 war der Spuk vorbei, danach waren die Teams auf Augenhöhe … bis zum Schluss.

Die Zuschauer, darunter auch interessierte Trainer, bekamen ein munteres C-Jugend-Spiel geboten. Beide Mannschaften waren sichtlich nervös und leisteten sich einige technische Fehler. Dafür gab es drei der besten Torhüterinnen Niedersachsens zu sehen, die kleine numerische Überzahl konnten wir allerdings nicht nutzen, da eine unserer Torhüterinnen immer auf der Bank bleiben musste. Wir deckten deutlich offensiver, hatten aber reichlich Ideen, Lücken in die gut gestaffelte Bothfelder Deckung zu reißen. Unsere seit Wochen trainierten Auslösehandlungen eröffneten immer wieder Torchancen; noch schöner war es jedoch, wenn mitten in der Auslösehandlung jemand eine spontane Alternative fand und erfolgreich abschloss. Sieben Torschützinnen auf beiden Seiten sprachen ebenfalls Bände, hier waren Mannschaften und nicht Einzelspielerinnen am Werk.

Nach dem Pausenstand von 12:12 konnten wir zwischenzeitlich am Sieg schnuppern, mehr als eine 17:20-Führung konnten wir uns aber nicht herausspielen. In einer spannenden Schlussphase war das Spiel noch mal auf Messers Schneide und beim 25:25 gab es noch mit dem Schlusspfiff einen direkten Freiwurf gegen uns, der aber trotz sich falsch formierter und beratungsresistener oder schwerhöriger Mauer seinen Weg nicht ins Tor fand.

Fazit: Der Unterhaltungsfaktor lag noch deutlich über dem technischen Niveau der Partie, die neuen Jahrgänge müssen aber auch noch zusammen wachsen. Alle waren mit dem Endstand zufrieden, die Mannschaften verabschiedeten sich schon fast … nur unsere Merit war noch sichtlich unzufrieden und forderte das in der Quali vorgeschriebene 7m Werfen. In der Hektik hatten beide Bänke und der Schieri das völlig vergessen. Eine Lina auf beiden Seiten im Tor, die Werferinnen hatten es alle nicht leicht, unsere Lina war am Ende die Glücklichere. Im Falle der Punktgleichheit mit dem TuS nach der Relegation würden wir die Nase vorn haben.

Für uns geht es Mittwoch um 17:30 Uhr zu Hause gegen Garbsen weiter. Die Garbsener Mädchen konnten in zwei Spielen noch nicht überzeugen und verloren ihre Spiele deutlich. Wir werden im Gegenzug unseren Kader deutlich verjüngen und erheblich rotieren. Das letztlich entscheidende Spiel wird kommende Woche Samstag in Peine gegen Edemissen ausgetragen.