Weibliche Jugend C: Quali abgeschlossen

Das Entscheidungsspiel gegen Edemissen trugen wir in Peine aus, weil irgendeine A-Jugend Veranstaltung in Edemissen nachträglich die dortige Halle belegte. Der Schaden hielt sich in Grenzen, während die A-Jugend in Edemissen nach Sauerstoff jappste, hatten wir ein gemütliches Unterkommen in der Silberkamphalle. Die Ausgangslage war klar, der Sieger konnte an der Vorrunde zur Oberliga teilnehmen, der Verlierer musste noch einmal nachsitzen. Das hatten wir eigentlich nicht vor, so dass wir nahezu Bestbesetzung in Peine dabei hatten.

Unsere Deckung hielt den torgefährlichen Edemissener Rückraum auf Distanz und verteidigte wieder weit vor dem eigenen Neuner. Der Edemissener Angriff war – wie schon zuvor Bothfeld – zunächst beeindruckt und fand keinen Hebel. Also passte sich der Rückraum den Ball zu, passte sich der Rückraum den Ball zu, passte sich der Rückraum den Ball zu, passte sich der Rückraum den Ball zu, passte sich der Rückraum den Ball zu … und als sich die erste Anzeichen von Sekundenschlaf in der Abwehr zeigten, umprellte Rückraum Mitte Kaya den gesamten Innenblock und suchte sich so die Torchancen. Ärgerlich, dass die Spielregeln da keine Handhabe gegen vorgeben, also mussten wir das anders lösen.

Im Angriff hatten die Mädels eine Halbzeit lang mit ihren Nerven zu kämpfen, der Ball war entweder zu rund, nicht rund genug, zu platt, zu hart aufgepumpt … die individuelle Überlegenheit in der Breite (letztlich 4:9 Torschützinnen) konnten wir in der ersten Halbzeit nicht auf der Anzeigetafel umsetzen. Das Halbzeitergebnis von 7:9 sagte alles. Die Deckung stand, der Angriff suchte noch seine Form. In der Halbzeit besprachen wir die fehlende Unterstützung gegen Prelldurchbrüche und unseren lahmenden Angriff. Und wir stellten ein wenig um, Abwehrchefin Merja wechselte vom Kreis auf die Spielmacherposition. Wohl dem, der solche Optionen hat.

Unser Angriff bekam mehr Durchschlagskraft und allmählich machte sich bemerkbar, dass wir auf mehreren Positionen ein technisches Übergewicht hatten. Während das Ergebnis Schritt für Schritt immer freundlicher wurde, gab es noch einen Aufreger, als Rhian in Bud Spencer Manier an einem Durchbruch gehindert wurde. Ärgerlich, dass die Spielregeln da keine Handhabe gegen vorgeben und die Abwehrspielerin nur eine Pause von zwei Minuten bekam. Mit 20:26 machten die Mädchen das Weiterkommen klar. Bestnoten verdiente sich Abwehrchefin Merja, die durchspielte und die Torschützenkönigin der Quali-Gruppe bei sieben Treffern hielt, während sie und Eden auch jeweils siebenmal trafen. Und auch Mirka und Merit hatten alle Hände voll zu tun, den Rückraum zu bändigen.

Gleich am nächsten Vormittag ging es zu Hause gegen Misburg in das letzte, nunmehr für beide Mannschaften bedeutungslose Spiel. Die Misburger Mädels traten mit einer Auswechselspielerin an, während wir mit einem Dutzend Spielerinnen die optimale Aufstellung für ein C-Jugend Spiel hatten. Alina bekam das Kommando auf der Brücke und coachte das Spiel. Wie gegen Garbsen stellten wir die Abwehr bereits am gegnerischen Torkreis auf und spielten ganz auf Ballgewinn. Das erzielte zunächst auch die gewünschte Wirkung, in der achten Minute lagen wir mit 7:1 vorne. Dann ließ leider die Konzentration nach oder die Mädchen wurden übermütig, in der Folge kam es nahezu zu einem Schlagabtausch und wir hatten unsere Souveränität aufgegeben (10:5). Mit dem Halbzeitstand von 21:11 konnten wir nicht zufrieden sein, zu häufig wurde Torhüterin Lara im Stich gelassen, Leidtragende der taktischen Ausrichtung der Abwehr, so dass fast ausschließlich freie Würfe auf das Tor kamen.

In Halbzeit zwei steigerte sich das Team wieder und konnte zum Abschluss der Quali ein 46:20 nach Hause holen. Ein gutes Quali-Debüt gab Greta mit neun Toren und wurde nur von Jella mit zehn Toren übertroffen, während Nomi im Deckungszentrum Schwerstarbeit verrichtete. Die Mannschaft geht nun erst einmal getrennte Wege, während die C-Jugend im Casting die Plätze in der ersten Mannschaft klärt, reist die D-Jugend über das Himmelfahrtwochenende zum Ulzburgcup und wird wichtige Spielerfahrung sammeln.