Weibliche Jugend C II: Kleine Schar auf großer Reise

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter der C-Jugend-Reserve. Freitag legten Jona, Emmie, Ronja und Marie in der Oberligamannschaft gegen Komet Arsten los. Während Ronja den Kasten sauber hielt, trugen unsere Nachwuchstalente vier Tore zum 43:27-Heimerfolg bei. Diego ließ eigens Stammkräfte aussetzen, um Platz im Kader zu schaffen. Sonntag setzten die Mädels noch einen drauf, Alena und Anni fegten mit der C I Werder Bremen mit 54:18 aus der Halle und trugen sich beide in die Torschützenliste ein. Dazwischen lag unser Auswärtsspiel in Kloster Oesede beim TV Georgsmarienhütte, weit von der Heimat entfernt.

Biblische Plagen (Quarantäne und Konfirmandenfreizeit) hatte unseren 12er Kader auf sieben Spielerinnen reduziert, so dass wir mit Abwehrexpertin Emily aus der D-Jugend verjüngten und immerhin auf eine Auswechselspielerin aufstocken konnten. Mit unserer Schar von 4 D- und 4 C-Jugendlichen stellen wir uns der Mannschaft, deren Haupttorschützin jungst bei der DHB-Sichtung einen blendenden Eindruck hinterlassen hatte. Angesichts der dünnen und vor allem unklaren Personallage hatten wir uns zum Rückspiel nicht eigens auf die ungewöhnliche Aufgabe in der Abwehr vorbereitet. Allerdings stellten wir von vornherein erstmals eine Raumdeckung hin, um zumindest etwas mit den Kräften zu haushalten. Die Mädels arbeiteten ausnahmslos gut mit. Im Angriff sahen wir unter den Augen von Deutschlands bekanntestem Handballrechtsanwalt erste zaghafte Versuche von gruppentaktischen Maßnahmen. Die letzten Trainingseinheiten waren nicht vergessen. Und siehe da, bis zum 10:10 konnten wir auf Augenhöhe mitspielen. Unsere Fehlerquote blieb allerdings hoch, diverse Tanzeinlagen mit Ball oder Pässe in 3m Höhe erlaubten es den Gastgeberinnen, zur Halbzeit auf 16:13 davonzuziehen.

Die letzten zwei Spielminuten brachten eine wertvolle Lektion mit sich. Captain Jona war mit der Fehlerzahl und ihren Nebenleuten nicht allzu glücklich und tat dies kund. In der Halbzeit thematisierten wir die wichtige Rolle des Captains und die Kunst der Rhetorik in anspruchsvollen Spielsituationen. Womöglich nehmen wir wichtige Erkenntnisse aus dem Spiel mit.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Gegen Naturgewalt Dilayla war kein Kraut gewachsen (19 Treffer bei seltsamer „Eiszeit“ von 50 Minuten). Zwischendurch ließen die Mädchen die Köpfe hängen, mit einer Auszeit konnten wir noch mal gegensteuern. Im Hinspiel hatten wir noch tatkräftige Unterstützung von Nelli und Aimi aus der C I und hatten ein Spiel auf Messers Schneide. Auch ohne Aushilfen von oben aber mit voller Besetzung wäre das Rückspiel sicher deutlich spannender geworden. Mit 35:29 musste sich unsere Rumpftruppe geschlagen geben. Etwas Trost aus der Statistikabteilung. Vier Feldspielerinnen der Gastgeber blieben ohne Torerfolg, bei uns konnte lediglich Küken Emily nicht einnetzen. Denkt man sich die Haupttorschützin auf beiden Seiten weg (bei uns D-Jugendliche Marie, die als Aushilfskreisläuferin glänzte), wäre das Spiel 16:21 ausgegangen.

Für die C II geht es kommenden Sonntag zu Hause im Salzweg um 13:15 Uhr gegen den TKJ Sarstedt weiter. Nach Minuspunkten ist Sarstedt Tabellenzweiter, die einzige Niederlage stammt aus unserem Hinspiel. Wir konnten einerseits mit Aimi und Nelli überraschen, andererseits mit dem ungewöhnlichen 2:4-Angriff. Sarstedt wird sich diesmal auf unsere Angriffsvariante einstellen, wir hingegen werden sie noch verfeinern. Es wird sicher spannend.

Foto: Helge-Olaf Käding

Und hier der Spielbericht aus der „Stadt im Grünen“ südlich von Osnabrück.