Weibliche D überzeugt in Empelde

Erst die Freundschaftsspiele vor zwei Wochen und jetzt die Saisonspiele gegeneinander – Empelde ist ein häufig gesehener Kontrahent in Hannover. Doch obwohl auf dem Papier eigentlich nichts anders war als vor zwei Wochen, lagen zwischen diesen beiden Spielen Welten!

Aber fangen wir vorne an.
Der heutige Spielplan in der Barbarastraße sah auf den ersten Blick wie ein Tippfehler aus. Wieso spielt denn die weibliche D zweimal hintereinander gegen Badenstedt? 11 Uhr, 12 Uhr … wer hat denn den Mist verursacht. Niemand! Die Staffelleitung war einfach zu faul zum Losen und hat kurzerhand alle benachbarten Vereine in eine Vorrunde getan. Seelze, Empelde, Hannover-West – eigentlich könnten wir auch mit dem Fahrrad zu den Auswärtsspielen fahren. Und da Badenstedt und Empelde jeweils zwei Mannschaften gemeldet haben, spielen halt auch beide Mannschaften gegeneinander. Also hieß es heute in der Empelder Grundschul-Halle
11 Uhr – Empelde 2 gegen Badenstedt 1,
12 Uhr – Empelde 1 gegen Badenstedt 2.

weibliche D1

Zum ersten Spiel ist eigentlich nicht viel zu sagen: Da die D2 von Empelde durchweg jüngerer Jahrgang – teilweise noch E-Jugend – und unsere erste Mannschaft vom älteren Jahrgang dominiert ist, war das Spiel von Beginn an sehr einseitig. Faire Ballgewinne, schnelle Gegenstöße und konzentrierte Abschlüsse führten (auch in Unterzahl) zu einem deutlichem Halbzeitstand, sodass in der zweiten Halbzeit ein paar Aufgaben auf die Mädchen aus Badenstedt warteten. Langpass-Pflicht, Prellverbot, Prellpflicht mit der “Nicht-Lieblings-Hand” und einige weitere Zusatzregeln wurden den jungen Damen nach und nach mit auf’s Spielfeld gegeben, sodass wir unsere individuellen Fertigkeiten das gesamte Spiel über verbesserten und das Spielverhalten variabel an die gerade gestellten Aufgaben anpassten. So schafften es am Ende – bis auf Missi im Tor – auch alle Spielerinnen, sich in Liste der Torschützinnen einzutragen.

weibliche D2

Weniger einseitig verlief die zweite Partie gegen den TuS Empelde: Mit unserem jüngeren Jahrgang mussten wir nun gegen den älteren Jahrgang unserer Nachbarn ran und das diese – körperlich und spielerisch – eine echte Herausforderung sind, hatten wir bereits während der Freundschaftsspiele erlebt. Und leider begannen auch die ersten zehn Minuten wie die Spiele vor zwei Wochen. Keine konsequente Zuordnung in der Abwehr, schüchternes Stehen und Verstecken im Angriff und unkonzentrierte Abschlüsse ließen die Empelder Mädchen einfachen Nutzen aus Ihrer Größe ziehen – Team-Time-Out. Iza ins Tor, Anabel auf’s Feld! Und plötzlich schien ein Funke in der Mannschaft entfacht zu sein. Mit jedem Ball, der von Izabela gehalten wurde (und das waren eine ganzen Menge), und jedem Tor das die Feldspielerinnen warfen, schien sich das Können von “vor den Sommerferien” seinen Weg in die Köpfe der Mädchen zu bahnen. Spielaufteilung, Torgefahr, Tempo, Sinken und Helfen waren nun keine Fremdworte mehr, sondern wurden eins zu eins in die Tat umgesetzt.

Und so durften sich am Ende nicht nur Eltern und Kinder beim “Humba” der weiblichen D-Jugend freuen, sondern auch ich habe gemerkt, dass die Trainingsinhalte vor den Sommerferien nicht komplett in Vergessenheit geraten sind.

In Empelde spielten für die HSG: Missi, Natti, Charly, Sara, Jana, Juni, Toni, Iza, Anni, Tabsi, Pia, Lara, Meli und Luisa