TV Hannover-Badenstedt holt zweiten deutschen Meistertitel

Am Wochenende erfüllte sich die weibliche B-Jugend des TV Hannover-Badenstedt den Traum vom Titel des Deutschen Meisters. Am Sonntag gewann der TVHB gegen den Favoriten HSG Blomberg-Lippe mit 25:17. Viele sagten vor dem Turnier, das Halbfinale zwischen Blomberg und dem HC Leipzig ist das vorgezogene Finale. Blomberg konnte mit 20:19 die Oberhand behalten. Hannover besiegte am Samstag den HC Erlangen im Halbfinale mit 30:23. Erlangen holte sich vor dem Finale den 3. Platz mit einem 27:23 Sieg über den HC Leipzig.

Bereits vor dem Anpfiff gab es ein Gänsehaut-Feeling für die 320 erlaubten Zuschauer. „Endlich wieder in der Halle“, war von vielen Seiten zu hören. Und was für eine Halle – der TuS Vinnhorst hat das erst im Januar fertiggestellte Sportzentrum dem TV Hannover-Badenstedt zur Verfügung gestellt. Und diese Halle hat nicht nur erstmals Zuschauer erlebt, sondern auch gleich einen Deutschen Meister aus Hannover gekürt. Kann man mal machen, vielen Dank nach Vinnhorst, der TuS hat auch personell dabei geholfen, das Wochenende erfolgreich zu gestalten.

Halle-Panorama

33 Sekunden dauerte es, bis die Blombergerin Leni Ruwe ihr Team mit 1:0 in Führung brachte. Die Führung sollte aber die einzige im gesamten Spiel bleiben. Bis zur 2. Minute ging Hannover durch Tore von Eden Nesper und Luise Albert 2:1 in Führung. Dann kamen vier torlose Minuten, in denen sich die Abwehrreihen Respekt verschaffen wollten. Bereits nach 5:43 Minuten musste Benita Zemke mit einer zwei Minuten Zeitstrafe das Feld verlassen. Bei 15:25 Minuten legte der Blomberger Trainer Lasse Bracksiek, beim Stand von 7:5 für Hannover, erstmals die grüne Karte auf den Kampfrichter-Tisch. Gut fünf Minuten später, beim 9:6, nahm Hannover die erste Auszeit. Diese brachte nochmal richtig Schwung in das Spiel vom Trainerinnenteam Nadine Große und Janina Thiemann. Bis zur Halbzeit legte die Mannschaft nach und ging mit einem 13:6 in die Pause. Die Blombergerinnen bei sechs Gegentoren zu halten, deutet auf eine ganz starke Abwehrleistung von Hannover um Abwehrchefin Merja Wohlfeil hin. Und was die Abwehr nicht verhindern konnte, wurde oftmals zur Beute von Torhüterin Lara Prill, die sich nach einem starken Halbfinale nochmals steigern konnte und eine grandiose Leistung ablieferte. Nach dem Finale wurde sie auch von den anwesenden DHB-Bundestrainern Carsten Klavehn, Gino Smits und Zuzana Porvaznikova als beste Torhüterin des Turniers ausgezeichnet.

In der zweiten Halbzeit musste Blomberg alles auf eine Karte setzen, wenn man überhaupt noch eine Chance haben wollte. Die Lipperländerinnen kämpften auch verbissen, aber die Hannoveranerinnen hatten immer eine Antwort parat. In der 32. Minute verwandelte Luise Albert einen von fünf Siebenmetern zum 18:10, eine gewisse Vorentscheidung. Albert war auch beste hannoversche Torschützin, sie ließ ihren neun Toren vom Halbfinale, acht Tore im Finale folgen. Alle acht Siebenmeter hat sie nervenstark verwandelt und spielte ein ganz starkes Turnier im Rückraum ihrer Mannschaft. Lediglich Nieke Kühne sahen die DHB-Trainer bei ihrer Nominierung zum MVP noch ein wenig weiter vorne. In der 36. Minute erhielt Benita Zemke, die ebenfalls unermüdlich ackerte, ihre 3. Zeitstrafe. Dadurch war für sie das Finale beendet. Aber auch diesen Rückschlag steckte das Team super weg, es hatte sich bereits in einen Rausch gespielt und war nicht mehr zu stoppen. Die beiden letzten Tore zum 25:17 steuerte Emma Reinemann bei. Dann kam die Sirene und Badenstedt feierte nach 2012 zum zweiten Mal den U-17 Titel.

Wir sind verdienter Vizemeister, mehr war heute nicht drin. Aber wir kommen als A-Jugend wieder zum Final4“, versprach Lasse Bracksiek, Trainer der unterlegenen HSG Blomberg-Lippe.

MedaillenUnsere Abwehrleistung und unsere starken Torhüterinnen Lara Prill und Sarah Buermeyer waren der Schlüssel zum Sieg. Auf so einen deutlichen Sieg hätten wir allerdings vor dem Anpfiff nicht gewettet“, sagte Janina Thiemann für das Badenstedter Trainerteam.

Nach der Pflicht kam die Kür, Badenstedt war im Jubelrausch, zahlreiche anwesende Spielerinnen des Meisterteams von 2012 feierten mit ihren „Nachfolgerinnen“.

Die Siegerehrungen eröffnete DHB-Vizepräsidentin Monika Wöhler mit folgenden Worten: „Nach den beiden tollen Jugendspielen muss man erst einmal durchschnaufen. Allen Beteiligten herzlichen Dank für ihren Einsatz. Die Veranstaltung war eine runde Sache für den Jugendhandball“.

Neben dem bereits erwähntem TuS Vinnhorst, möchte sich der TV Hannover-Badenstedt bei vielen Helfern und Sponsoren bedanken, ohne die so ein Turnier nicht durchgeführt werden könnte. Nur einige seien als Beispiel für alle erwähnt. Der REWE Markt  im Badenstedter Carré hat für alle Mannschaften Obst zur Verfügung gestellt. Die HNO Praxis Dr. Phillipp Arndt hat sichergestellt, dass am Wochenende 250 Menschen getestet wurden und, und, und – allen ein herzliches Dankeschön.

Meisterfoto TV Hannover-Badenstedt-PM-4490

Der TV Hannover-Badenstedt holt sich den Titel DEUTSCHER MEISTER der weiblichen B-Jugend

DHB-Bericht

Bericht auf handball-world

Bericht über Nieke Kühne auf handball-world

DHB-Spielplan mit Ergebnissen und Presseberichten

Bericht aus Erlangen

Bericht Halbfinale auf der TVB-Seite

Bericht Blomberg vom Halbfinale

Fotos von Jörg Zehrfeld

Finale

Spiel um Platz 3

Halbfinale HC Erlangen – TV Hannover-Badenstedt

Halbfinale HSG Blomberg-Lippe – HC Leipzig