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Ligateam müht sich zum Erfolg

Aktualisiert: 7. Feb.

Am Ende stand ein 33:30 für den TV Hannover-Badenstedt auf der Anzeigentafel. Der Weg dahin war aber sehr mühevoll und auch mit einer Portion Glück verbunden. Zwei wichtige Paraden von Julia Oschmann und drei technische Fehler der Guardians des SFN Vechta brachten nach einem 28:30 aus Hannoveraner Sicht in den letzten vier Spielminuten die Wende. Da Tabellenführer TV Aldekerk 07 beim 24:24 überraschend einen Punkt zuhause gegen den TuS Bielefeld-Jöllenbeck liegen ließ, kommt der TVHB mit 26:4 Punkten bis auf einen Punkt an Aldekerk heran (27:3 Punkte) heran.

Das Spiel gegen den SFN Vechta begann wie so viele Spiele des TV Hannover-Badenstedt. In den ersten Minuten ein erstes Abtasten, danach übernahmen die Landeshauptstädterinnen das Zepter und setzten sich Stück für Stück ab. Aus dem 3:3 nach fünf Minuten wurden ein 8:4 nach neun Minuten und ein 13:8 nach einer Viertelstunde. Gute Deckungsarbeit und schnelles Umschaltspiel waren die Erfolgsfaktoren.

An diesem Samstagabend wurde aber daraus kein Kantersieg wie schon viele Male zu vor in dieser Saison. Als Vechta zu diesem Zeitpunkt Torhüterin Simone Köster mit einer Knieverletzung verlor, rafften sich die Guardians auf und hielten plötzlich voll dagegen. Ihre offensivere Deckung schmeckte Hannover gar nicht mehr, dazu zeigte auch Torhüterin Ellen Loock einige schöne Paraden.

Da Hannovers Deckungsleistung im gleichen Zuge nachließ, schmolz der Vorsprung Stück für Stück. Nach 22 Minuten und einem 0:4-Lauf des SFN stand es nur noch 13:12 für die Gastgeberinnen. Dem 14:12 durch die in der ersten Halbzeit auf Seiten Hannovers überragende Pia Döpke (5 Tore) setzten die Guardians einen weiteren 0:4-Lauf entgegen.

Vier Minuten vor der Pause hatte sich das Spiel gedreht und die Gäste führten mit 14:16 Toren. Hannover verkürzte den Rückstand durch die Tore von Monja Nagel und Saskia Rast noch auf ein Tor. Mit einem 16:17 Halbzeitstand ging es in die Kabinen.


Wer gedacht hatte, in der zweiten Hälfte würde sich die Kaderbreite des Tabellenzweiten gegen den Tabellenzehnten durchsetzen, wurde lange Zeit eines Besseren belehrt. Der TV Hannover-Badenstedt bekam weiterhin seine Deckungsarbeit nicht auf das gewohnte Niveau. Weder die 3:2:1-Deckung noch später die 6:0-Formation konnten verhindern, dass die Guardians immer wieder über ihre besten Spielerinnen Jette Dudda (8 Tore) und vor allem Kreisläuferin Svenja Ruhöfer (7 Tore) zu Torerfolgen kamen.

So gab es ein ständiges Hin und Her in der Führung, aber vor allem ein enges Spiel. Vechta löste viel über den Kreis und Durchbrüche, bei Hannover netzte Emma Dubrau mit sechs Gewaltwürfen von hinten ein. In der 52. Minute setzte sich der TV Hannover-Badenstedt mit dem 28:26 durch Rückkehrerin Leonie Neuendorf endlich einmal wieder auf zwei Tore ab, doch dies brachte nicht die Vorentscheidung.

Im Gegenteil! Die Guardians bekamen die zweite Luft und ließen ihren dritten 0:4-Lauf an diesem Abend folgen. Nach 56 Spielminuten stand es 28:30 für die Gäste, das Momentum sprach für sie. Doch mit dem Auswärtserfolg vor den Augen überzogen die Guardians und gaben das Spiel leichtfertig aus der Hand. Drei technische Fehler sowie zwei Klasseparaden von Hannovers Julia Oschmann verhinderten einen weiteren Torerfolg.

Auf der anderen Seite drehten Saskia Rast mit drei Toren und Emma Dubrau das Spiel, auf das Vanessa Ulrich mit dem 33:30 den Deckel drauf machte. Hannover feierte, die Gäste trauerten einer vergebenen Chance hinterher.


Hannover Trainer Roland Schwörer fasste es folgendermaßen zusammen: „Wir haben es nur in der ersten Viertelstunde geschafft, eine akzeptable Deckung zu stellen und unser Umschaltspiel aufzuziehen. Danach ließen wir hinten deutlich nach, auch verschiedene Formationen brachten keine Wende. Vorne wurden wir oft ins gebundene Spiel gezwungen, deshalb bin ich mit den 33 erzielten Toren zufrieden. Am Ende gewinnen wir glücklich.

Auf Seiten Hannovers überzeugte vor allem Döpke als Torschützin (6 Tore) sowie in der Kooperation mit Kreisläuferin Elea Kirchberg (3 Tore). Die Flügelzange mit Saskia Rast (8/3 Tore) und Chiara Rohr (4 Tore) funktionierte und Rückraumrechts Emma Dubrau zeigte eine starke zweite Hälfte mit ihren sechs Toren.

In zwei Wochen steht dann für den TV Hannover-Badenstedt das nächste Heimspiel an. Am Sonntag, den 18.02.24, erwarten die Hannoveranerinnen den Tabellensechsten PSV Recklinghausen.

Kommendes Wochenende steht das letzte Meisterrundenspiel in der A-Jugend-Bundesliga an. Der Nachwuchs des TVHB erwartet den VfL Oldenburg und kann mit einem Erfolg den Viertelfinaleinzug klar machen.


Vechtas Jette Dudda war nur schwer von der TVHB-Abwehr zu bremsen (Foto: Gabi Müller)
Vechtas Jette Dudda war nur schwer von der TVHB-Abwehr zu bremsen (Foto: Gabi Müller)

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