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Knappe Kiste: Ligateam entscheidet Stadtderby für sich

Was für ein spannendes Stadtderby! Nach aufreibenden 60 Minuten setzte sich am Ende mit dem TV Hannover-Badenstedt der Favorit knapp durch und entschied das Match gegen den Hannoverschen SC von 1893 mit 26:24 (13:11) Toren für sich. Die 300 Zuschauer in der ausverkauften SalzwegArena kamen in den Genuss eines Handball-Krimis und trugen mit fantastischer Stimmung zu einem gelungenen Abend bei. Der TVHB festigt seinen zweiten Tabellenplatz mit 18:4 Punkten, während der HSC (3:19) auf den letzten Tabellenplatz abrutscht.

Die Gäste vom Hannoverschen SC hatten den ersten Angriff, das erste Tor der Begegnung erzielte Lena Seehausen für den TV Hannover-Badenstedt nach 41 Sekunden. Es dauerte dann weitere zwei Minuten, ehe Frances Krüger für den HSC von der 7m-Linie zum 1:1 Ausgleich traf. In der Folge zeigte sich, dass die von den TVHB-Kapitäninnen Pia Döpke und Monja Nagel vor dem Spiel geäußerte Prognose zutreffen sollte: „Es wird ein nervöser Beginn.

Das Spiel wurde einerseits durch die Deckungsreihen dominiert, andererseits merkte man beiden Mannschaften den Druck des Derbys an. Immer wieder kam es zu technischen Fehlern auf beiden Seiten.

Die Gäste vom HSC konnten bis zur 13. Minute knapp vorlegen und erzielten durch Lena Körner das 5:6. Danach entwickelte sich die beste Phase der Gastgeberinnen. Immer wieder gab es Balleroberungen in der Deckung, nicht zuletzt durch die Paraden von Yasmin Friesen, die zu Tempogegenstoß-Toren führten. Da auch das gebundene Angriffsspiel besser funktionierte, setzte sich der TVHB Tor um Tor ab. Den 6:0-Lauf schloss Hannover-Badenstedts Anna Rudolf in der 21. Minute zum 12:6 ab.

Der HSC wachte endlich nach einem verworfenen eigenen 7m auf und robbte sich seinerseits Tor für Tor an Hannover heran. Über 12:10 ging es schließlich mit 13:11 Toren nach dreißig Minuten in die Kabinen. Das Spiel war wieder offen.


Die Gäste zeigten auch nach Wiederanpfiff, dass sie an diesem Tag an ihren eigenen Erfolg glaubten, und gaben richtig Gas. Innerhalb von zwei Minuten gelang ihnen der Ausgleich zum 13:13. Doch der TVHB hielt dagegen. In den folgenden zehn Minuten führte eine stark aufspielende Monja Nagel (3 Tore/2 Assists) die Gastgeberinnen wieder zu einem 3-Tore-Vorsprung (19:16).

Aber auch diese Phase brachte in diesem spannenden Spiel nicht die Vorentscheidung. Der HSC setzte jetzt immer erfolgreicher seine Kreisläuferin Mette Kock in Szene. In die Schlussviertelstunde ging es mit dem 19:18 Anschlusstreffer durch Kock. Das Spiel blieb weiterhin wechselhaft, denn Hannover schaffte es ein weiteres Mal, sich leicht abzusetzen.

Das 23:19 in der 50. Minute durch die achtfache Torschützin Saskia Rast (7m) brachte den Favoriten trügerisch in die Nähe der zwei Punkte. Doch auch jetzt gab sich das Team des Hannoverschen SC nicht geschlagen. Deren Trainer Maximilian Lübbersmeyer nutzte ein Team-Time-Out, um seine Mannschaft für die Crunch Time nochmals einzustellen. Und es fruchtete.

Drei Minuten vor Ende der Partie gelang dem HSC erneut der Anschlusstreffer zum 25:24 durch Nele Biester. Sollte das Spiel noch einmal gänzlich kippen? Der TVHB hatte etwas dagegen und stellte zwei Minuten vor Ende der Partie durch Pia Döpke auf 26:24 Tore. Die letzte Auszeit des HSC brachte keine Wende mehr. Es blieb am Ende beim knappen 26:24 Erfolg für den TV Hannover-Badenstedt.

Eine knappe Kiste, das Spiel hätte auch andersherum ausgehen können“, lautete das Fazit von Hannovers Roland Schwörer. „Ein richtiges Derby vor toller Kulisse. Man hat gemerkt, dass beide Mannschaften über die gesamte Spielzeit die Nervosität nicht ganz ablegen konnten. Die jeweils guten Phasen wechselten mit fehlerhaften vorn und hinten ab. Am Ende hatten wir die besseren Nerven und konnten das Spiel nach Hause bringen.


Hielt ihren Team immer wieder den Rücken frei: Goalie Yasmin Friesen
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Marlen Wills war wieder eine Stütze ihres Teams
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