Mit Durchblick in der zweiten Spielhälfte – Badenstedt gewinnt gegen Schwerin

Mit 35:24 (15:13) setzten sich die JUNGEN WILDEN Hannover-Badenstedt gegen den SV Grün-Weiß Schwerin durch und verteidigten damit die Tabellenführung. Allerdings sahen die knapp 200 Zuschauer in der SalzwegArena zwei vollkommen unterschiedliche Halbzeiten. Im ersten Durchgang zwang die Schweriner Abwehr der Heimsieben lange Laufwege auf. Vielleicht fehlte deswegen den Badenstedter Schützinnen die Puste beim Abschluss und der Ball landete zu häufig in den Fängen von Schwerins Keeperin Sophie Huysmann. Die hellwache Leonie Neuendorf setzte sich zwar dreifach durch, aber nach zwei glasklar vergebenen Badenstedter Kontern durch „Küken“ Maraike Kusian rieb sich mancher Fan die Augen, die Gäste lagen mit 6:8 durch Hannah Jantzen und Kim Dehling nach 12 Minuten sogar in Front. Jana Pollmer, die eingewechselte Saskia Rast und Marie-Kristin Gerber drehten den Spieß zwar zügig herum, die Qualität der Abschlüsse steigerte sich jedoch zunächst nicht. Um die 10 Großchancen – ob vom Kreis, aus dem Rückraum oder Außen – blieben ungenutzt. Die durch Alina Defayay und Saskia Rast erzwungene knappe Pausenführung war fast schon ein wenig schmeichelhaft.   

Ganz anders der Auftritt der JUNGEN WILDEN in der zweiten Spielhälfte. Die neu ins Spiel gekommene Ivonne Krängel zeigte mit vier Toren in nicht einmal 5 Minuten, wo in Badenstedt der Hammer hängt. Ihre Mannschaftskolleginnen ließen sich mitreißen. Badenstedt führte nach dem 24:14 (40.) durch Saskia Rast bereits überdeutlich.  „Unser 9:1-Lauf in den 10 Minuten nach der Pause war ganz stark. Da haben wir die Sache klar gemacht“, befand Badenstedts Kapitänin Jana Pollmer, die selbst 7 Treffer zum Erfolg beisteuerte.  Da Schwerin nicht in die Rolle des Störenfried aus der ersten Spielhälfte zurückfand,  wuchs der Vorsprung weiter. Anabel Heitefuß legte für 11 Tore Distanz auf, Ivonne Krängel und Maraike Kusian ließen gar auf 12 Tore Differenz anwachsen. Badenstedts Keeperin Hanna Belgardt arbeitete zudem erfolgreich an ihrem Ruf als Strafwurf-Killerin. Schwerin konnte in der Schlussphase etwas verkürzen, da hatten sich die Schützlinge von Trainer Christian Hungerecker aber bereits im Gefühl des sicheren Sieges zum lockeren Austrudeln entschieden. „Natürlich hätte unsere Abschlussquote höher sein können. Nein, müssen! Ich muss aber auch ein wenig die Kirche im Dorf lassen. Wir gewinnen hier mit 9 Toren Differenz, was wollen wir mehr“, überwogen für Christian Hungerecker dank der starken zweiten Spielhälfte, in der Schwerin nichts mehr zu melden hatte, die positiven Aspekte.

Führte die JUNGEN WILDEN zu Beginn der 2. Halbzeit auf die Siegerstraße: Ivonne Krängel