Ligateam dreht das Spiel nach der Halbzeit

Glücklich und mit zwei Punkten im Gepäck konnte sich die Mannschaft vom TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst nach dem Auswärtsspiel beim PSV Recklinghausen in den Bus setzen und die Heimreise Richtung Niedersachsen antreten. Nach einer durchwachsenen 1. Halbzeit, drehte der Tabellendritte aus Hannover in der 2. Halbzeit auf und gewinnt ein schon fast verloren geglaubtes Spiel noch zu einem souveränen 23:29 Auswärtssieg.

Lasst uns einfach das spielen, was wir am besten können“, lautet die kurze Zusammenfassung der Kabinenansprache von Trainer Frank Käber nach einer schlechten 1. Halbzeit seiner Mannschaft. Mit 11:17 ging es in die Kabine und die Stimmung auf der Seite von Recklinghausen war schon fast ein wenig siegessicher. Aber das Team um Kapitänin Leonie Neuendorf hatte wohl nicht nur sehr genau zugehört, sondern setzte die Ansage auch direkt nach Anpfiff zu den zweiten 30 Minuten in die Tat um. Das Abwehrspiel wurde sofort intensiviert und der gegnerische Rückraum aggressiv und früh angegriffen.

Recklinghausens Trainer erkannte wohl früh, dass es in diesem Spiel zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten geben würde und bereits beim 18:14 legte er in der 37. Minute seine Grüne Karte auf den Kampfrichtertisch. Hannover war jetzt aber nicht mehr zu stoppen und bereits fünf Minuten später, beim 18:18, war der Halbzeitrückstand abgearbeitet. 10 Minuten wehrten sich die Gastgeberinnen noch einmal mit allem was sie hatten, aber am Ende bewies der TVHBV, dass er den längeren Atem hatte. Nach einem 18:6 im zweiten Durchgang, gewann der Tabellendritte das Spiel letztendlich auch verdient aufgrund der klaren Leistungssteigerung nach dem Pausentee.

Trainer Frank Käber: „Wir waren schlecht in das Spiel gestartet. Die Abwehr hatte keinen Zugriff auf den gegnerischen Rückraum. In der Halbzeit habe ich an die Spielerinnen appelliert, dass zu spielen was wir können – aggressives frühes Raustreten auf den Rückraum. Das hat die Mannschaft hervorragend umgesetzt – Kompliment an das gesamte Team. Das konnte nur klappen, weil alle einen Gang hochgeschaltet und an einem Strang gezogen haben.“

Es spielten: Julia Oschmann, Emilie Hallmann – Saskia Rast (9/1), Leonie Neuendorf (5), Lena Seehausen (2), Marieke Heilmann, Victoria Pook, Elea Kirchberg, Benita Zemke (4), Monja Nagel (1), Anabel Heitefuß (3), Noemi Heitefuß, Jana Pollmer (2), Pia Döpke (1), Merja Wohlfeil (1)

Spielbericht

Trainer Frank Käber war mit der Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause hoch zufrieden