Liga-Team: Durch einen Kraftakt zum Ende rettet Hannover den Sieg

So ist der Sport – da geht der Tabellendritte als klarer Favorit in die Partie gegen den Drittletzten – am Ende war aber kein Leistungsunterschied zu erkennen und der Favorit setzt sich letztendlich nur mit einem Kraftakt am Ende durch. Man kann den Sieg durchaus als glücklich bezeichnen, denn der TV Oyten hat in Hannover bis zur letzten Sekunde gekämpft und war oft knapp in Führung.

Das war schon eine harte Nuss, die das Liga-Team vor eigenem Publikum zu knacken hatte. Dass ein Heimerfolg so schwierig erkämpft werden musste, damit haben wohl auch die Wenigsten in der Salzweghalle in Hannover-Badenstedt gerechnet.

Die Gäste kamen viel besser in das Spiel und in der neunten Spielminute markierte die erstligaerfahrene Lisa Bormann-Rajes das 1:4 aus Badenstedter Sicht. Danach legten die Badenstedterinnen einen 4:0-Lauf hin und ab der 12. Spielminute, beim Stand von 5:4, dachten viele, dass das Spiel des Meisters seinen „Lauf“ nimmt. Aber weit gefehlt, Oyten seinerseits witterte aufgrund ihrer eigenen Leistung, dass vielleicht etwas gehen würde und ließ sich nicht abschütteln – im Gegenteil, zwei Sekunden vor der Halbzeit drehte die Mannschaft das Ergebnis zur 15:14-Führung.

Auch in der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft des neuen Trainer-Duos Lars Müller-Dormann und Marc Winter keinen Leistungsunterschied erkennen lassen. Keine Mannschaft konnte sich groß absetzen und als Oyten in der 52. Minute 27:25 in Führung ging, begann beim heimischen Publikum das Zittern. Team-Time-Out durch den Trainer Christian Hungerecker. Nach dem Anschlusstreffer durch die angeschlagene Natasha Ahrens zum 26:27 kam die große Zeit von Leonie Neuendorf. Ab sofort übernahm sie Verantwortung und hat durch vier Treffer am Stück den 30:29-Sieg fast im Alleingang sicher gestellt.  

Trainer Christian Hungerecker: “Wir müssen uns der momentanen Situation stellen – sowohl körperlich, als auch mental haben wir zur Zeit bei ein paar Spielerinnen Probleme.

Oytens Spielerin Jana Kokot war verständlicherweise nach dem Spiel enttäuscht, schaut aber auch positiv in die Zukunft: „Nach dem Spielverlauf glaube ich, dass wir mindestens einen Punkt verdient hätten. Man kann aber im Training und im Spiel schon eindeutig die Handschrift unseres neuen Trainer-Duos erkennen und das macht mich sehr zuversichtlich.

Stemmte sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage: Badenstedts Nr.4, Leonie Neuendorf