Klarer Derbysieg für den TV Hannover-Badenstedt

In der ausverkauften Sahlkamphalle gab es im ersten Drittligaduell zwischen dem Hannoverschen SC und dem TV Hannover-Badenstedt keine Überraschung. Zu stark war der Auftritt des Meisters beim Aufsteiger. Konzentriert traten die Spielerinnen des TVHB auf und gewannen das Derby hochverdient mit 41:18 (18:9).

Von der ersten Sekunde müssen wir dagegenhalten,“ war die Aufforderung des Trainers Christian Hungerecker, dem bewusst war, dass Derbys ihre eigene Dynamik entfalten können. Anscheinend haben sich die Spielerinnen die mahnenden Worte zu Herzen genommen und ließen zu keiner Sekunde einen Zweifel aufkommen, wer am Ende das Spielfeld als Sieger verlassen wird.

Die beiden Jugendnationalspielerinnen eröffneten den Torreigen für die Gäste aus Badenstedt. Maraike Kusian erzielte das 0:1 und Mia Lakenmacher, die nach einer dreieinhalbmonatigen Verletzungspause gleich in der Startaufstellung stand und spielte, als wäre sie nie weg gewesen, netzte zum 0:2 ein. Bereits in der 7. Minute, beim Stand von 1:6, legte HSC-Trainer Thomas Löw die grüne Karte auf den Tisch und bat seine Mannschaft zum Gespräch. Das Team-Time-Out konnte keine Wende herbeiführen, aber der erste Ansturm des TVHB wurde zumindest eingebremst. Erst gegen Ende der 1. Halbzeit legte Badenstedt nochmal ein wenig zu und mit der Halbzeitsirene erzielte Leonie Neuendorf den 9:18-Halbzeitstand.

In Pause fragten sich die Zuschauer, ob der HSC sich noch einmal gegen die drohende Niederlage aufbäumen würde. Jedoch drei „Zweierpacks“ innerhalb von sieben Minuten brachte die Gäste schon fast uneinholbar in Front. Mia Lakenmacher, Leonie Neuendorf und Alina Könecke sorgten für einen 14-Tore-Vorsprung. Trainer Christian Hungerecker wechselte in der zweiten Halbzeit munter durch, was zu keiner Zeit einen Bruch in das  Badenstedter Spiel brachte. Im Gegenteil, alle Spielerinnen fügten sich nahtlos in die Partie ein und beteiligten sich munter am Torerfolg. Auch wenn die Partie bereits lange entschieden war, drückte der Meister weiter auf das Tempo, was der Trainer später mit, „… das haben die Mädels selber entschieden“ kommentierte.

Das schönste Tor des Tages wurde dann in einer Ko-Produktion der beiden Jugendnationalspielerinnen erzielt. Nach sehr schönem Zuspiel von Maraike Kusian erzielte Mia Lakenmacher das 40. Tor als Kempa-Treffer – ein Leckerbissen für die Zuschauer.

Nach dem Abpfiff drückte das Badenstedter Team seine Freude mit einem „Derbysieger, Derbysieger“-Tänzchen aus. Die Überraschung blieb aus, Badenstedt konnte den ersten Saisonsieg einfahren und gleichzeitig etwas für das Torverhältnis tun.

Trainer Christian Hungerecker: „Als Trainer ist man natürlich nie vollends zufrieden, aber der Auftritt meiner Mannschaft hat mir schon sehr gut gefallen. Alle Spielerinnen haben mich überzeugt, das ist eine gute Grundlage für kommende Aufgaben.

Das für Samstag angesetzte Training wurde (wahrscheinlich zur Belohnung) gestrichen und nun hat die Mannschaft drei Wochen Zeit, um sich auf das nächste schwere Spiel (12. Oktober) bei der HG OKT vorzubereiten.