Juniorteam: Erwartete Niederlage in Peine – Abstiegskracher vor der Brust

Am vergangenen Sonntag reiste das Juniorteam des TV Hannover-Badenstedt zum Spitzenclub MTV Vater Jahn Peine und kam mit einer im Vorfeld erwarteten Niederlage zurück. Der Spielverlauf beim 36:33 (22:17)-Erfolg der Gastgeberinnen hätte aber durchaus auch ein anderes Ende des Spiels ergeben können, denn in der ersten Hälfte lagen die Badenstedterinnen bis zur 21. Spielminute meistens vorn. Nach der 16:17-Führung durch Alina Könecke gelang aber neun Minuten lang nichts mehr. Bis zur Pause erzielte der MTV, angetrieben durch die überragende Nele Kruck (12 Tore), fünf Tore in Folge und ging mit einer 22:17-Führung in die Kabine.
Die erste Viertelstunde nach dem Seitenwechsel wurde weiter von Peine geprägt, die den Vorsprung dann bis zur 45. Minute auf 30:22 Tore ausbauten. In dieser Phase scheiterte Badenstedt immer wieder an der guten Peiner Torhüterin und bekam trotz eigener besserer Abwehrleistung das Spiel nicht in den Griff.

Das Aufbäumen in der Schlussphase brachte nur noch eine Ergebniskosmetik, die 36:33-Niederlage war am Ende verdient. „In Hälfte 1 werden wir von Nele Kruck abgeschossen, bei der gefühlt jeder Wurf ein Treffer war. Insgesamt 22 Tore spiegeln unsere unbefriedigende Deckungsleistung wider“, äußerte sich Trainer Olaf Seegers nach dem Spiel. Die Manndeckung gegen Kruck in der zweiten Hälfte sorgte dann für etwas mehr Stabilität hinten. „Leider vergaben wir dann im Angriff zu viele Chancen, um noch einmal richtig heran zu kommen, so dass wir verdient ohne Punkte nach Hause fahren.

Es spielten und trafen für den TVHB: Sarah Buermeyer und Lara Prill im Tor sowie Julia Adenaw (1), Celina Bielfeld, Marieke Heilmann (5), Celia Heitefuß (2), Noemi Heitefuß (7/3), Elea Kirchberg (1), Alina Könecke (2), Leni Köwing (4), Pia Oetjen, Saskia Rast (8/2) und Emma Reinemann (3).

Die Saison geht auf die Zielgerade und es stehen bis Ende Mai noch sieben Spiele für das Juniorteam an. Die Situation in der unteren Tabellenhälfte der Oberliga Niedersachsen bekommt immer mehr Kontur, da die vielen Nachholspiele das schiefe Bild langsam korrigieren.

Als erster Absteiger steht der bislang punktlose Tabellenletzte MTV Geismar praktisch schon fest, da der MTV bei noch 6 ausstehenden Spielen auf maximal 12 Punkte kommen könnte und dies würde bestenfalls nur für den 11. Tabellenplatz reichen, der aber auch noch ein Abstiegsplatz sein könnte.

Die HSG Plesse-Hardenberg hat als Tabellenvorletzter mit 6 Punkten einen Rückstand von 6 Punkten auf den sicheren Nichtabstiegsplatz 10. Bei noch neun ausstehenden Spielen theoretisch noch möglich. Aber die bislang gezeigten Saisonergebnisse deuten darauf hin, dass dies ein sehr steiniger Weg sein wird. Gestern Abend verlor man im Duell bei der ebenfalls abstiegsbedrohten HSG Schaumburg trotz einer 11:7-Tore-Halbzeitführung am Ende mit 20:23 und verpasste so erst einmal den Anschluss. Die HSG Schaumburg schob sich mit diesem Erfolg am Northeimer HC und unserem Juniorteam vorbei und belegt jetzt mit 13:19 Punkten den achten Tabellenplatz.

Der TVHB steckt mit 13:21 Punkten mittendrin im Strudel und hat nur zwei Punkte Vorsprung auf Platz 11, der noch den dritten Abstiegsplatz bedeuten könnte. Unser Team hat noch siebenmal die Möglichkeit zu punkten und sollte damit am morgigen Samstag im Kellerduell mit der HSG Schaumburg anfangen.

Das Hinspiel verlor unsere junge Mannschaft mit 29:31 in Waltringhausen sehr unglücklich. Die routiniertere Mannschaft setzte sich am Ende knapp durch. Auch in den Vorjahren taten sich die Badenstedterinnen immer schwer mit der HSG, es gibt Teams, die liegen einem nicht so gut. Trainer Olaf Seegers hat sich aber einiges überlegt, um diesen Trend zu brechen und wir können uns sicher auf ein spannendes Spiel freuen. Anwurf ist am morgigen Samstag um 14.30 Uhr in der SalzwegArena.