Junior-Team fährt wichtige zwei Punkte gegen Altencelle ein

In der Damen-Handball-Oberliga Niedersachsen bleibt der Abstiegskampf weiter ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem sich die Situation von Spieltag zu Spieltag ändert. Durch den 28:25 (14:12) Heimerfolg gegen den SV Altencelle erlangte das Junior-Team zwei wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Mit 15:25 Punkten stehen die JUNGEN WILDEN jetzt wieder auf den elften Tabellenplatz, punktgleich mit der HSG Schaumburg-Nord, die ihr Spiel bei der HSG Plesse-Hardenberg mit 33:28 Toren verlor. Von hinten pirscht sich langsam aber stetig die HSG Göttingen heran. Göttingen, derzeit noch mit Platz 13 auf dem ersten direkten Abstiegsplatz positioniert, knöpfte dem Spitzenreiter MTV Peine beim 26:26 Unentschieden einen Punkt ab und weist jetzt mit 11:29 Punkten nur noch vier Punkte Rückstand auf.

Es war ein Start-Ziel-Sieg für den TVHB, den die Zuschauer am Samstagnachmittag im Salzweg verfolgen konnten. Von Beginn an gaben die Spielerinnen von Frank Käber und Christiane Gorn den Ton an und erarbeiteten sich nach fünf Minuten einen drei Tore Vorsprung mit dem 4:1 durch Elea Kirchberg. Nach einer Viertelstunde und dem 10:5 durch Sophia Nagel legte Gästetrainer Torsten Dralle die grüne Karte beim Kampfgericht ab und bat seine Spielerinnen zum Gespräch.

Dies zeigte Wirkung und die Gäste knabberten Stück für Stück an dem Rückstand etwas ab und zur Pause lagen wir dann nur noch zwei Tore vorn. Mit 14:12 wurden die Seiten gewechselt.

Unseren Blitzstart in die zweite Hälfte zum 16:12 konterte der SV umgehend zum 17:15. Zwischen der 35. und 43. Minute kam dann unsere beste Phase. Die JUNGEN WILDEN bauten ihren Vorsprung bis auf sechs Tore zum 22:16 aus, was die Gäste wieder zu einem Team-Time-Out zwang.

Wie in der ersten Hälfte erlebten wir einen Bruch in unserem Spiel, die Gäste verkürzten mit einem 0:4-Lauf auf 22:20. Beim 24:22 und Unterzahl gegen uns nahm Frank Käber seinerseits das erste Team-Time-Out. Die Ansprache, aber vor allem der erneute Wechsel auf der Torhüterposition von Jessica Böhk zu Marnie Schierholz, brachten den gewünschten Erfolg. Marnie konnte in den verbleibenden sieben Minuten fünf der acht Gästewürfe abwehren und den 28:25-Erfolg damit festhalten.

Frank Käber’s Analyse zum Spiel: „Wir haben heute ein typisches Spiel unseres Junior-Teams gesehen. Phasenweise hochklassig in Angriff und Abwehr haben wir ein Team aus der oberen Tabellenhälfte gut im Griff. Dann erlauben wir uns Nachlässigkeiten, die dann vom Gegner konsequent genutzt werden. Am Ende haben wir dann das Spiel in der für uns nicht einfachen Drucksituation – wir benötigen jeden Punkt gegen den Abstieg – nach Hause gebracht.

Christiane Simon ergänzt: „Wir haben gekämpft bis zum Umfallen und konnten damit auch ein für uns ungünstiges Verhältnis bei den Strafzeiten – 5 für uns, 0 beim Gegner – kompensieren. Das war echt klasse!“.

Beide Torhüterinnen haben ihren Job echt gut gemacht. Marnie in der ersten Hälfte hat uns mit der guten Deckung den Vorsprung gebracht. Jessica hat in Hälfte 2 daran angeknüpft und half dabei, den Vorsprung auszubauen. Bei der Auszeit kurz vor Schluss hatte ich den Eindruck, dass der Gegner sich auf Jessica eingestellt hatte. Deshalb der Wechsel zurück zu Marnie, der sich dann am Ende auszahlte“,  resümierte unser zufriedener Torwarttrainer Fabian Koch.