JUNGE WILDE: Durch fehlende Cleverness Punkt verschenkt

Die JUNGEN WILDEN des TV Hannover-Badenstedt haben beim Frankfurter Handballclub mit 29:30  (12:15) ärgerlicherweise ein sehr großes Gastgeschenk gemacht, denn zumindest ein Punktgewinn war in Reichweite für die Sieben von Christian Hungerecker.

Vor großer Kulisse, immerhin 504 Zuschauer wollten die Partie sehen, entspann sich laut Hungerecker ein „rassiges Handballspiel“, in dem Badenstedt mehrfach auch Führungstreffer setzte. Frankfurt nutzte aber die Schlussminuten vor dem Halbzeitpfiff effektiver. Badenstedt hingegen war zumindest beim letzten Frankfurter Tor, einem direkt verwandelten  Freiwurf von Saskia Nühse zum 12:15, schon gedanklich in der Kabine. „Das war eine der Situationen, wo man uns fehlende Cleverness vorwerfen muss“, meinte Christian Hungerecker.

Badenstedt lief nun nach der Pause den Frankfurterinnen hinterher. Aber auch wenn es nach dem 20:24 der Frankfurterin Vanessa Plümer (45.) etwas finster aussah, Badenstedt gab sich nicht auf. „Die Moral stimmte, darüber sind die Mädels wieder ins Spiel gekommen“, freute sich Hungerecker über den Kampfgeist in den TVB-Reihen. Seine Änderung von 6:0 auf eine 3:2:1-Abwehrformation wirkte zusätzlich.  Lena Seehausen und Marie-Kristin Gerber setzten Anschlusstreffer und beim 25:25 durch Saskia Rast (53.) waren die JUNGEN WILDEN wieder auf Augenhöhe. Trotz zweier Zeitstrafen in Folge gegen Badenstedts Marie-Kristin Gerber blieb Badenstedt am Ball. Frankfurt konnte nur vorlegen, der TVB glich immer wieder aus. Allerdings wurde nach dem achten Treffer von Vanessa Plümer zum 28:29 für den TVB die Zeit knapp. Nach einer Auszeit brachte Christian Hungerecker die siebte Feldspielerin und hatte vermeintlich Erfolg, denn Mia Lakenmacher gelang es 5 Sekunden vor dem Schlusspfiff das 29:29 zu erzielen. Wie aber vor dem Pausenpfiff fehlte Badenstedt erneut die Cleverness. Frankfurt schaffte es buchstäblich in vorletzter Sekunde noch den Siegtreffer ins Badenstedter Tor zu werfen. „Das müssen wir uns ankreiden, da haben wir schlecht verteidigt“, verließ Hungerecker mit seiner Riege das Spielfeld mit dem Gefühl viel geleistet, aber nichts gewonnen zu haben.