Jugendbundesligasaison 2018/19 findet ohne JUNGWILDE statt

Nach dem Abpfiff des letzten Erstrundenspiels gegen den SV Union Halle-Neustadt gab es auf Seiten der HSG Hannover-Badenstedt nur enttäuschte Gesichter. Erstmals seit Gründung der weiblichen Jugendbundesliga im Jahr 2013 wird es eine Saison ohne die JUNGWILDEN geben. In allen drei Spielen der ersten Qualifikationsrunde gab es Niederlagen, das reichte nicht für das Weiterkommen. Damit gab es nach dem Abstieg der 1. Damen aus der 2. Bundesliga eine weitere traurige Nachricht zu vermelden.

Dabei fing es im ersten Spiel gegen die SG Rödertal/Radeberg gut an. Nach zehn Minuten führten die JUNGWILDEN mit 6:3 Toren, dann kippte das Spiel aber. Über 8:8 hieß es zur Halbzeit 8:12 Tore gegen uns. Da wir auch den Start der zweiten Hälfte verschliefen, bauten die Rödertalerinnen ihren Vorsprung auf 8:15 Tore aus. Davon erholten sich unsere Mädchen nicht mehr und verloren am Ende der vierzig Minuten deutlich mit 17:28 Toren. Unschön, aber noch kein Beinbruch. Es waren ja schließlich noch zwei Spiele zu spielen.

Auch gegen den BV Garrel erwischten wir den besseren Start und führten nach drei Minuten mit 4:0 Toren. Der Gästetrainer nahm die frühe Auszeit und Garrel kam ins Spiel. Nach dem Ausgleich zum 4:4 blieb das Spiel in der ersten Halbzeit lange ausgeglichen, ehe wir uns kurz vor Pause mit 3 Toren zum 16:13 absetzen konnten. Mit dem Stand von 16:14 ging es dann in die Kabinen. Nach dem Wechsel konnten wir zunächst den Vorsprung bis auf 20:16 Tore ausbauen, ehe Garrel wieder den Anschluss fand. Das Momentum verlagerte sich in Richtung unseres Gegners zwischen der 25. und 30. Spielminute, als wir in eine doppelte Unterzahl gerieten. Der BV machte aus einem 21:18 für uns ein 22:23 und ließ sich diese Führung nicht mehr abnehmen. Am Ende verließen unsere JUNGWILDEN das Spielfeld mit einer 26:29-Niederlage.

Jetzt musste im letzten Gruppenspiel gegen Union Halle-Neustadt nicht nur ein Sieg her. Dieser musste auch mit 5 Toren oder mehr erfolgen, sonst war das Weiterkommen futsch. Diesmal verschliefen wir den Start komplett. Nach vier Minuten stand es 0:4 Tore, das frühe Teamtimeout fruchtete nicht und es stand gar 0:6, ehe wir unser erstes Tor erzielten. Alle sechs Tore des Gegners fielen über die Außenpositionen, unsere Deckungsarbeit passte überhaupt nicht. Halle brachte den 6-Tore-Vorsprung zum 4:10 in die Halbzeitpause, nur Berufsoptimisten glaubten noch an ein Wunder. In der zweiten Hälfte zeigten wir uns verbessert, ohne wirklich glänzen zu können. Damit erreichten wir nur noch eine Ergebniskosmetik, am verdienten 11:15-Erfolg des SV Union änderte dies nichts.

Für die zweite Runde, die am kommenden Sonntag ausgespielt wird, haben sich aus unserer Gruppe die SG Rödertal/Radeberg und der SV Union Halle-Neustadt qualifiziert, aus der Gruppe 1 die HSG Nienburg und der SV Werder Bremen.

Für unsere Mannschaft ist jetzt die Pflichtspielsaison endgültig beendet. Nach einer kurzen Trainingspause wird es dann in die Vorbereitung auf die nächste Saison gehen.