Impressionen vom Junior-Team

Nachdem in der vergangenen Woche der HVN endgültig beschlossen hat die Oberligasaison 2019/2020 abzuschließen, ist in der Welt außerhalb der Handballszene einiges passiert ist. Hier ein kleiner Rückblick und was in den letzten Wochen geschah.

Am 07.03. hatte das Junior-Team gegen den SV Altencelle bereits das letzte Heimspiel; dass es auch das letzte Saisonspiel sein sollte, davon ahnten alle Beteiligten nichts. Die Vorbereitung auf das Spiel in Peine war im vollen Gange, die aufsteigenden sportlichen Tendenzen der letzten Woche und endlich mal ohne Druck beim Tabellenführer antreten zu dürfen, bereitete uns große Vorfreude. Auch wenn wir etwas Personalsorgen hatten, waren wir gewappnet. Pia war zurück aus Australien und ließ es sich nicht nehmen, gleich wieder bei uns vorbei zu kommen, somit stand sie schon parat, um die kurze Reise zum MTV VJ Peine mit anzutreten und dann kam alles anders .

Von heute auf morgen wurden Schulen geschlossen und auch unsere Sporthallen konnten nicht mehr bespielt werden. Irgendwie kam das alles wie eine plötzliche Welle herein. Kein Abschluss, keine Verabschiedung für scheidende Spielerinnen. Wann wir uns wieder sehen werden ist unklar. Nichtsdestotrotz gehen wir alle die Entscheidung mit, denn was ist schon in der heutigen Zeit der Verzicht von einem Hobby, wenn man dadurch Leben retten kann? Ja klar, auch wir vermissen uns alle schrecklich und jede war auch bis zum Ostermontag fleißig im 4 Wochen Paket und hat sich getreu dem Motto #stayathome fit gehalten. Laufen, Radfahren, Krafttraining, Socialmediatraining und alles was erlaubt war fitgehalten. Aber auch andere private Dinge drängen in den Alltag ein, kochen, backen, nähen, der Ausflug mit dem Hund, Radfahren, Gartenarbeit, die eigene Sauna nutzen, Zeit mit der Familie verbringen, Zimmer ausmisten, Zimmer neu gestalten, die Zeit alleine im Büro überbrücken mit Bürohund Balou, von der Kurzarbeit zum Zocker oder einfach mal nur die Füße hochlegen, nach dem Arbeitsalltag in einem systemrelevanten Beruf ein wenig die Natur genießen, um den psychischen  Stress abzulegen. Großeltern werden unterstützt, die Unis fangen an über Internet Vorlesungen zu halten, auch gelernt wird nicht mehr im Kontakt miteinander sondern über Telefonkonferenzen. Die Abiturienten haben viel Zeit zum Lernen und Lui ist in der Pandemiezeit noch rechtzeitig aus Costa Rica eingeflogen, in dem Land ihrer Wahl wollte Sie eigentlich Kinder unterrichten, damit diese eine bessere Zukunft haben. Nach kurzer Zeit musste sie ihren Traum abbrechen, nun ist sie als Erntehelfer auf den Feldern unterwegs. Was bestimmt auch eine Erfahrung für das Leben ist.

Die Kontaktsperre hält nun weiter an und die Mädels wurden zunächst in die Regenarationsphase entlassen. Wann und wie es weiter geht? Niemand weiß es, aber eines ist sicher! Wir werden dann zusammen für die neue Saison (in welchem Zeitraum auch immer) ackern. Wer uns verlassen wird und wer dazu kommt, berichten wir zu einem späteren Zeitpunkt.

DANKE an alle fleißigen und ehrenamtlichen Helfer*innen – OHNE EUCH wäre diese Saison niemals so reibungslos gelaufen, wie sie im Umfeld hätte laufen können. DANKE!!!