Hannover mit Arbeitssieg gegen den Berliner TSC

Ein Duell auf Augenhöhe – so lautete die Prognose des Trainerduos Nadine Große und Janina Thiemann  im Vorfeld des Spiels gegen den Berliner TSC. Der zweite Erfolg im zweiten Spiel der Jugendbundesliga war ein hart erkämpfter Arbeitssieg und bestätigte damit die Annahme der Trainerinnen. Am Ende waren alle Anhänger der A-JUNGWILDEN froh, dass die weibliche A-Jugend des TV Hannover-Badenstedt den Gast aus Berlin mit 30:27 (13:16) bezwingen konnte.

Obwohl die A-JUNGWILDEN mit 2:0 Toren nach 5 Minuten gut ins Spiel startete, brachte dies keine Ruhe ins Spiel. Nach dem ersten Tor der Berlinerinnen zum 2:1 entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Hannover zwar lange Zeit die Nase vorn hatte, sich aber auch nach dem 7:4 nach 14 Minuten nicht weiter absetzen konnte.

Im Gegenteil: Der Berliner TSC hielt dagegen und kam in der 19. Minute das erste Mal zum 8:8 Ausgleich. Es folgte das erste Team-Time-Out des TVHB, die durchgeführten Umstellungen verbesserten das Spiel des Gastgebers aber nur kurzzeitig. Stück für Stück erarbeiteten sich die Gäste leichte Vorteile durch ihre konsequente Deckungsarbeit und übernahmen beim 12:13 in der 25. Minute die Führung. Durch unnötige Ballverluste im Angriff wurde der Gegner  mehrfach zu einfachen Gegenstoßtoren eingeladen und am Ende der ersten Halbzeit stand ein 13:16 auf der Anzeigetafel.

Die zweite Hälfte musste einfach besser werden und sie begann vielversprechend. Die Deckung der A-JUNGWILDEN spielte deutlich aggressiver und hielt gegen die körperlich starken Gäste fortan besser dagegen. Zwei schnelle Tore nach dem Wiederanpfiff brachten den 15:16 Anschluss, nach 36. Minuten war das Spiel wieder ausgeglichen (17:17).

Die erstmalige Führung in der zweiten Hälfte zum 18:17 sollte die Wende zum Guten einleiten. Nachdem Badenstedt in der 46. Minute noch einmal den Ausgleich zum 22:22 hinnehmen musste, blieben die A-JUNGWILDEN in der Folgezeit immer mit der Nase vorn. Zwischen der 55. und 59. Minute machten drei Tore in Folge aus einem 27:26 ein 30:26. In dieser Phase steigerte sich Lara Prill im Tor in einen Rausch und hielt mit drei starken Paraden den Kasten sauber. Der letzte Treffer blieb den Berlinerinnen zum 30:27 Endstand vorbehalten.

Das Fazit des Trainerinnenduo: „Irgendwie war heute von Anfang der Wurm drin. Unsere Spielerinnen wirkten schon vor dem Spiel ungewohnt nervös und unkonzentriert. Das hat sich vor allem in der ersten Hälfte gezeigt. In der zweiten Hälfte haben wir dann den Kampf angenommen und konnten das Spiel drehen. Das ist wichtig für unsere Psyche. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, uns auf das nächste Spiel vorzubereiten, dass uns sicher noch eine Stufe mehr abverlangen wird.“

Der Erfolg gegen den Berliner TSC bringt dem TV Hannover-Badenstedt nicht nur weitere zwei Punkte, sondern nach zwei Spieltagen auch die vorläufige Tabellenführung in der Gruppe 8 vor dem SV Grün-Weiß Schwerin (3:1 Punkte), der am kommenden Wochenende der nächste Gegner sein wird.

Für den TVHB spielten und trafen: Emilie Hallmann und Lara Prill – Luise Albert (4/2), Merle Bartels (2), Carolin Berner (3), Celina Bielfeld (5), Noemi Heitefuß (4/2), Nieke Kühne (3), Pia Liebing (1), Julia Müller, Monja Nagel (3), Emma Reinemann, Merja Wohlfeil, Benita Zemke (5/1)

Im ersten Heimspiel gab es einen Sieg für das JBLH-Team