Hannover – Krimi um den Einzug in das FINAL FOUR

Geschichten, die nur der Sport schreibt. Nach einem Herzschlagfinale gewinnt der TV Hannover-Badenstedt das Rückspiel mit drei Toren (24:21) und zieht in das FINAL FOUR ein, weil man auswärts ein Tor mehr (25:22) als der HC Leipzig erzielt hat.

Das war gar nichts für schwache Nerven. Fünf  Sekunden vor Schluss erzielt Vanessa Ulrich den entscheidenden Treffer zum erlösenden 24:21. Aber der Reihe nach …

Nach dem Spiel sagte Trainer Timm Dietrich: „Das waren die stärksten 20 Minuten, die ich von meiner Mannschaft in dieser Saison gesehen habe.“ Gemeint ist der Start seiner Mannschaft in das Spiel. In der 8. Spielminute erzielte Kim Greiling das 5:0. Leipzig war im Spiel noch nicht angekommen, traf erst danach per 7m zum 5:1. Hannover spielte, gestärkt durch eine gute Abwehr mit einer glänzend aufgelegten C-Jugendlichen Lina Steinecke im Tor, weiter nach vorn. Nach 20 Minuten erzielte Merit Sämmer die 14:6 Führung. Mit 15:9 ging es in die Kabinen.

Doch Leipzig gab sich noch lange nicht geschlagen, stellte die Abwehr um und konnte vom 17:9 in der 27. Minute einen 6:0-Lauf starten zum 17:15 in der 35. Minute. In der 45. Minute konnte Leipzigs Swantje Müller auf 21:20 verkürzen – Leipzig wieder im Vorteil. Dann die letzten 27 Sekunden – Spielstand 23:21. Hannover beging einen Wechselfehler und war von nun an in Unterzahl. Leipzig in Ballbesitz, Hannovers Vanessa Ulrich fing einen langen Pass ab. Es ging schnell nach vorne und nach einem Pass von Emma Niemann brach die „Balleroberin“ Vanessa Ulrich durch und erzielte das viel umjubelte 24:21, welches aufgrund des einen mehr erzielten Auswärtstor reichte, um in das FINAL FOUR einzuziehen.

Ein völlig geschaffter Timm Dietrich nach dem Spiel: „Ein nicht unverdienter, aber letztlich sehr glücklicher, notwendiger Sieg für uns.“ Mit etwas Abstand legt der Trainer nach: „Man darf nicht vergessen, dass wir zwar ein Leistungszentrum sind, aber der absolut überwiegende Teil unserer Spielerinnen kommt aus dem Großraum Hannover. An den Erfolgen der letzten zwei Jahre sieht man wie viel Potenzial in unserer Region vorhanden ist. Es ist auch mal Zeit, den „Stammvereinen“ unserer Spielerinnen ein großes Dankeschön zu sagen – hier wird hervorragende Arbeit geleistet.

Hannover wird Austragungsort für das FINAL FOUR

Da es nur einen Bewerber für das FINAL FOUR gibt, hat Hannover erneut den Zuschlag für die Austragung erhalten. Schon mal ein großes Dankeschön an den TuS Vinnhorst. Die Halle im Sportzentrum Vinnhorst wird dann am 11. und 12. Juni der Austragungsort für das Ermitteln des Deutschen Meister 2021/22 sein.

Die weibliche B-Jugend des TV Hannover-Badenstedt ist erneut im FINAL FOUR