Hannover-Badenstedt mit jungem Kader zum Derbysieg

Im Nachholspiel der 3. Liga Staffel C konnte der TV Hannover-Badenstedt trotz dem Ausfall vieler (7) Stammkräfte den Stadt-Derbysieg mit 29:28 gegen den Hannoverschen SC einfahren. Obwohl ein Montag nicht wirklich reizvoll ist, konnten sich beide Mannschaften über die Unterstützung von 200 Besuchern freuen. Gefeiert wird nicht – Mittwoch geht es bereits weiter gegen SV Germania Fritzlar.

Die Tabelle spielt bei einem Derby nur eine untergeordnete Rolle. Beiden Mannschaften war von Beginn anzumerken, hier geht es um das Prestige. Beide Teams konnten nicht in Bestbesetzung antreten, wobei für den Gastgeber das Handicap höher war. Gleich sieben Stammkräfte mussten das Spiel von der Tribüne beobachten. Aber auch der Nachwuchs hat das Derby-Gen in sich und so entwickelte sich ein spannendes Spiel.

Nicht ganz überraschend ließ der Gäste-Trainer Maximilian Lübbersmeyer von Beginn an seine Mannschaft mit der siebten Feldspielerin spielen. Diese Maßnahme wurde auch konsequent durchgezogen und die Mannschaft schaffte es immer wieder die Kreisläuferinnen in Szene zu setzen.

Der Gastgeber konnte sich über einen starken Rückraum freuen. Besonders Denise Friebe ging immer wieder voran und riss die Jungen mit. Aber auch Luise Albert und Pia Döpke wussten sehr zu überzeugen. Das Trio erzielte zusammen 22 der 29 Treffer.

Das Spiel war bis zur 23. Minute ausgeglichen, die letzten sieben Minuten der ersten Halbzeit hatten es dann in sich. Erst legte Badenstedt mit einem 4:0-Lauf von 12:12 auf 16:12 vor. Der HSC ließ sich davon aber nicht beeindrucken und legte seinerseits einen 4:0 Lauf hin – verdienter Pausenstand 16:16.

Ab der 39. Spielminute sollte es dann richtig spannend werden – die Führung wechselte des Öfteren und keine Mannschaft konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen. Letztlich haben die Badenstedter Torhüterinnen das Match entschieden. In der 57. Minute konnte durch einen gehaltenen 7-Meter das Unentschieden festgehalten werden und in der 59. Minute hielt Julia Oschmann die Führung mit einem erneut parierten Strafwurf fest. Endstand 29:28, kein technischer Leckerbissen, aber beide Mannschaften lieferten einen tollen Fight ab, mit dem glücklicheren Ende für Badenstedt.

Bereits am Mittwoch folgt das dritte Heimspiel in fünf Tagen. Zu Gast ist dann der SV Germania Fritzlar. Anpfiff ist im Salzweg um 19:30 Uhr.

Es spielten: Melissa Schween, Julia Oschmann – Marieke Heilmann, Emma Niemann, Denise Friebe (8), Franca Jakob (1), Elea Kirchberg (2), Benita Zemke (3), Luise Albert (10/2), Noemi Heitefuß (1), Caroline Berner, Pia Döpke (4), Merja Wohlfeil

Fotos

Vorbildlicher Kampfgeist – Denise Friebe