WJB: Handballgirls schwitzen in Heidmark

Als Uwe – Webmaster der Handballgirls-Homepage (wB) – mir aufgetragen hat einen Spielbericht zu dem Spiel der weiblichen B-Jugend in Heidmark zu schreiben, hatte ich zunächst keine Ahnung, was ich schreiben sollte. Schreibe ich von den unzähligen Pfosten- und Lattentreffern in der ersten Viertelstunde? Schreibe ich von den vier Toren, die wir nach zehn Minuten geworfen hatten? Erzähle ich vielleicht eine kurze Geschichte über Passgenauigkeit und Gründe, weshalb Pässe platziert gespielt werden sollten? All diese Sachen schienen passend zu sein, denn nichts anderes ist in der ersten Halbzeit passiert. Also schrieb ich einen Spielbericht über das Spiel und als ich fertig war und ihn mir in Ruhe durchgelesen hatte, löschte ich alles wieder. Sowas kann ich nicht schreiben. Schließlich hatten wir gewonnen. Also ging ich zu meinem Bücherschrank, holte ein paar Lektüren über Lob, Kritik und Fehleranalyse raus und machte mich an die Schreibarbeit. Was dabei
rausgekommen ist, ist folgendes:

„Nachdem wir am Mittwoch gegen Burgdorf bereits einen guten Start in die neue Oberliga-Saison erwischt hatten, stand heute die HSG Heidmark auf dem Spielplan und zusammen mit dem 25km langen Stau, den es auf dem Rückweg zu umschiffen gab, haben wir wohl mehr Zeit im Auto als in der Halle verbracht. Aber diese Anstrengung war es wert. Konnten wir uns anfangs aufgrund der ungewohnt warmen Halle zwar nicht richtig auf den Handball konzentrieren – lange Zeit stand es Unentschieden – ist es am Ende aber mit 28:34 doch ein deutlicher und verdienter Sieg geworden. So war man sich in den entscheidenden Phasen der Stärken und Möglichkeiten bewusst und überrannte die HSG Heidmark förmlich mit Gegenstoßen, die aufgrund solider Torwartleistungen von Marnie und Chantal stets mit einem punktgenauen Pass eingeleitet und von den schnellen Außenspielerinnen Lena K., Celina, Saskia eiskalt im Tor versenkt wurden. Natürlich hatten wir auch Tiefphasen, in den die Mädchen aus Heidmark neuen Mut und Ehrgeiz schöpfen konnten, aber am Ende waren wir – auch dank der hervorragenden, offensiven Abwehrarbeit von Mieke, Kathrin und Lena S. gegen
die wurfgewaltige Lotta Heinrich von Heidmark – klar überlegen und konnten den Sieg trotz doppelter Unterzahl für zwei Minuten sicher und souverän nach Hause bringen.“

Ob und wie weit man diesen Spielbericht nun interpretieren oder glauben darf, überlasse ich euch. Aber Fakt ist: Wir haben gewonnen und das zu Recht!