Final4 – Berlin ist neuer Deutscher Meister, TVHB holt Bronze

Im Sportzentrum Vinnhorst in Hannover wurde am Wochenende der Deutsche Meister der weiblichen B-Jugend ausgespielt. Im Finale konnte der Berliner TSC den Frankfurter HC klar mit 23:13 (12:4) besiegen. Im Spiel um Platz 3 gewinnt der Gastgeber TV Hannover-Badenstedt gegen den TV Nellingen mit 26:21 (12:6). Der DHB fand für den Ausrichter viele lobende Worte.

Sonntag, 11:00 Uhr – Spiel um Platz 3: TV Hannover-Badenstedt vs. TV Nellingen 26:21 (12:6)

Titelverteidiger TV Hannover-Badenstedt setzte sich im Spiel um Platz 3 mit 26:21 (12:6) gegen den TV Nellingen durch. Badenstedts Trainer Dietrich resümierte: „Wie bereits im Halbfinale, haben wir eine starke Abwehr gespielt, aber heute haben wir auch unsere Torchancen genutzt.“ Nellingens Trainer Jan Hirschmüller fand aber auch für sein Team lobende Worte. „Badenstedt hat verdient gewonnen. Ich muss meiner Mannschaft aber das Kompliment machen, dass sie bis zum Abpfiff um jeden Ball und jeden Torerfolg gekämpft hat. Da kann man mit erhobenen Kopf nach Hause fahren.

Im kleinen Finale kam Gastgeber Badenstedt etwas mühsam aus den Startlöchern, Nellingen markierte die ersten beiden Tore. Badenstedt kam aber nach dem 3:2 Führungstreffer durch Kim Greiling (8.Min.) ins Rollen und setzte sich kontinuierlich bis zum 12:6 Halbzeitstand ab. Großen Anteil hatte daran TVHB-Keeperin Lara Prill – die mit einer Quote von mehr als 40 Prozent gehaltener Bälle, darunter etliche freie Würfe – glänzte. Nellingen versuchte zwar nach dem Wiederanpfiff zu kontern, dank einer weiter konstanten Abwehr der Hannoveranerinnen erwies sich der Versuch kurze Zeit später aber als Strohfeuer. Das 18:10 durch Elies Mertens – die als beste Schützin mit 8 Toren glänzte – war in der 33. Minute schon die Vorentscheidung. Der TVHB hatte bis auf einige Konzentrationsschwächen keine Mühe mehr die Partie zu einem guten Ende zu bringen.

Samstag, 14:00 Uhr – Halbfinale: TV Hannover-Badenstedt vs. Berliner TSC 16:20 (9:11)

Der Berliner TSC hatte sich am Vortag mit einem 20:16 (11:9) über den TV Hannover-Badenstedt die Endspielteilnahme um die Deutsche Meisterschaft der U17 gesichert. In einer umkämpften und häufig nervösen Partie hatten die Berlinerinnen in der Schlussphase die besseren Nerven und auch die bessere Physis.

Ich hatte bereits vor dem Spiel die Prognose abgegeben, dass für einen Sieg gegen Badenstedt 19 bis 20 Tore nötig sind. Meine Mannschaft hat es sich nach den ersten 15 Minuten zunächst selbst schwer gemacht. Als es drauf ankam, waren sie aber wieder da“, fasste Trainer Christian Fitzek glücklich nach dem Siegestanz zusammen. Badenstedts Timm Dietrich bedauerte die schlechte Wurfausbeute seines durchaus nicht chancenlosen Teams. „Mit dem Satz, wir haben zu viel verballert“, fasste er seine Analyse kurz zusammen. „Wir kommen so gut in die zweite Halbzeit, stellen eine tolle Abwehr, Lina Steinecke zeigt in sieben Minuten acht Paraden. Vorne lassen wir allerdings allein in diesem Zeitraum ein halbes Dutzend Chancen liegen“. Dietrich betonte: „Das Turnier ist noch nicht zu Ende. Im Spiel um Platz 3 wollen wir es besser machen.“ Die Badenstedter Abschlussschwäche ließ über die gesamte Begegnung nur Ausgleichstreffer – aber nie eine Führung zu.

Berlin hatte seine stärkste Phase eindeutig in den ersten 15 Minuten sowie in der Schlussphase, als die Keeperin Charlotta Martin zwei Badenstedter Konter entschärfte und so die letzten Hoffnungen der Gastgeberinnen auf eine erneute Finalteilnahme zunichte machte. Auffälligste Spielerin des Spiels eindeutig Berlins Leoni Baßiner, die klug Regie führte, aber auch Torgefährlichkeit ausstrahlte.

Bundestrainer ehren einzelne Spielerinnen

Beste Torschützin: Leoni Baßiner (Berliner TSC)
Beste Torhüterin: Laura Hoke (TV Nellingen)
Beste Abwehrspielerin: Kristina Fodjo (Berliner TSC)
Beste Spielerin: Leoni Baßiner (Berliner TSC)

Lob vom DHB

DHB-Vizepräsident Carsten Korte fand nicht nur lobende Worte für den neuen Deutschen Meister Berlin. „Auch die unterlegenen Spielerinnen werden aus dieser Veranstaltung für ihren weiteren Weg eine Menge für ihre zukünftige Entwicklung mitnehmen.“ Korte dankte ausdrücklich dem TV Hannover-Badenstedt und seinem Team für die Organisation sowie dem gastgebenden TuS Vinnhorst für die Bereitstellung der Sporthalle. „Aber auch den Schiedsrichtergespannen, den Kampfgerichten, den vielen Helfern und den Eltern herzlichen Dank. Alle haben zum Gelingen dieser tollen Veranstaltung beigetragen“.

Abschied

Nach dem letzten Spiel des TV Hannover-Badenstedt wurden mit Luise Albert und Merja Wohlfeil noch zwei verdiente Spielerinnen verabschiedet, die zur nächsten Saison zum Buxtehuder SV wechseln.

Zum Abschluss einer tollen Saison Platz 3 bei der DM – die B-Jungwilden