Deutliche Niederlage für B-JUNGWILDE in Dortmund

Der Traum vom Final-Four-Turnier um die Deutsche B-Jugendmeisterschaft scheint für die weibliche B-Jugend der HSG Hannover-Badenstedt schon nach dem Hinspiel ausgeträumt. Die deutliche 29:17 (15:8)-Niederlage beim BV Borussia Dortmund ist eine schwere Hypothek für das Viertelfinal-Rückspiel in einer Woche. Bei aufzuholenden 12 Toren muss schon ein Handballwunder her, wenn die Mannschaft von Denise Friebe in die Endrunde einziehen will. Da aber Aufgeben nicht zur DNA der Badenstedterinnen gehört, werden die Mädchen im Rückspiel noch einmal alles hineinwerfen, um das Unmögliche möglich zu machen.

Die HSG erwischte einen ganzen schwachen Start. Der BVB legte gut los und brachte sich zunächst mit 3:0 Toren in Führung. Nachdem Maraike Kusian zunächst zweimal den Pfosten getroffen hatte, saß nach 6:30 Minuten der dritte Wurf von Rechtsaußen zum 3:1 und zum ersten Badenstedter Tor. Die Akzente setzten aber weiterhin die Gastgeberinnen. Angetrieben von der überragenden Spielgestalterin Hannah Kriese bauten sie bis zur 10. Minute ihren Vorsprung auf 5:1 Tore aus, ehe unser Trainerteam das Team-Timeout nahm. Wir verkürzten dann zwar auf 5:2, produzierten aber im Angriff zunächst gerade im Rückraum nur harmlose Aktionen und blieben mit den Würfen oft in der gegenerischen 6:0-Deckung hängen. Dortmund nutzte das gnadenlos aus und erhöhte auf 9:2 Tore, ehe Maraike Kusian, die stärkste HSG-Spielerin im ersten Durchgang, mit ihrem dritten Tor das 9:3 erzielte. Beim 11:3 in der 16. Minute betrug der Rückstand schon 8 Tore, diesen konnten wir bis zur Halbzeitpause mit dem 15:7 durch Tore von Monja Nagel (2), Mia Lakenmacher und Maraike Kusian halten.

Nach der Pause wechselte Dortmund auf einigen Positionen durch und wir kamen zunächst besser ins Spiel. In der 37. Minute erzielte Lara Niemann das 18:13 und der Rückstand betrug nur noch 5 Tore. Nach dem 19:14 durch Amelie Möllmann der 40. Minute reagierte der Dortmunder Trainer und schickte wieder seine erste Sechs auf das Feld. Bis zur 45. Minute blieb es mit dem 23:17 bei 6 Toren Rückstand, ein Ergebnis mit dem wir für das Rückspiel und dem bisherigen Spielverlauf hätten leben können. Leider war das achte Tor von Mia Lakenmacher auch das letzte HSG-Tor. In den letzten fünf Minuten kassierten wir durch überhastetes Spiel im Angriff und schlechtes Rückzugsverhalten 6 Tore in Folge. Damit brachte sich der BVB mit dem 29:17 Heimerfolg in eine ausgezeichnete Ausgangsposition und unterstrich die ihm vor dem Spiel zugewiesene Favoritenrolle deutlich.

Während wir in Maraike Kusian (4 Tore) vor dem Seitenwechsel und Mia Lakenmacher (8/3 Tore) nach dem Seitenwechsel unsere stärksten Spieler hatten, stellte der BVB mit Hannah Kriese die Playerin of the Match. Neben ihrer Kaltschnäuzigkeit vom 7m Punkt (5/5) erzielte sie 3 Feldtore und wusste auch ihre Mitspielerinnen bestens in Szene zu setzen.

Jetzt steht unseren Mädchen eine Woche harte Arbeit bevor, um im Rückspiel noch einmal anzugreifen. Dieses findet am Samstag, den 12.05.18, um 17:30 Uhr in der SalzwegArena in Hannover statt.