Derbysieg für JUNGE WILDE Hannover-Badenstedt

Vor 300 Zuschauern in der restlos gefüllten SalzwegArena setzten sich die JUNGEN WILDEN deutlich mit 32:22 (15:9) gegen Eintracht Hildesheim durch.

Nach nicht einmal 9 Minuten hatten Mia Lakenmacher und Jana Pollmer – auch dank guter Vorarbeit von Marie-Kristin Gerber am Kreis – quasi im Alleingang schon eine 6:1-Führung herausgeworfen, ehe Hildesheim durch Jennifer Jacobs und die ehemalige Badenstedterin Annika Hollender zum 6:3 gegenhielt. Leonie Neuendorf antwortete zwar postwendend mit dem 7:3, aber die JUNGEN WILDEN – vielleicht etwas überrascht von der bisher souveränen Führungsarbeit, wurden nachlässig. Fehler schlichen sich ins Badenstedter Spiel ein, die Gäste schafften durch einen weiteren Treffer von Annika Hollender und zwei Tore von Jessica Hünecke den Anschluss auf 7:6 in der 15. Minute. Hätte nicht die gut aufgelegte Frauke Kemmer einen Strafwurf von Esther Pollex weggefischt, wäre  sogar der Ausgleich auf der Anzeigetafel aufgetaucht. Badenstedt kam aber durch Treffer von Neuendorf und Pollmer wieder in die Spur und die eingewechselte Denise Friebe mit zwei Rückraumgeschossen sorgte wieder für einen 4-Tore-Abstand zum 11:7  in der 19. Spielminute. Frauke Kemmer fischte weiter Hildesheimer Würfe – darunter einen zweiten Strafwurf – weg. Keine große Überraschung mehr war es da, dass die JUNGEN WILDEN nach Leonie Neuendorfs 15:9  drei Sekunden vor der Halbzeitsirene doch recht souverän in die Pause ging.

Marlen Wills erzielte für Hildesheim nach dem Wiederanpfiff zwar den ersten Wurf ins Badenstedter Netz, dann spielten die Gastgeberinnen recht erbarmungslos zum Tanz auf. Saskia Rast mit einem Doppelschlag innerhalb von 50 Sekunden brachte mit dem 19:10 nach 38. Minuten eigentlich schon die Vorentscheidung. Der Badenstedter Vorsprung pendelte nun zwischen 8 und 12 Toren, Hildesheim fand keine Möglichkeiten mehr gegen die Badenstedter Abwehr – in der Natasha Ahrens auf der vorgezogenen Position Akzente setzte – und die eingewechselte Hanna Belgardt zwischen den Pfosten. Freuen durften sich die Fans in der 53. Minute über das erste Drittliga-Tor von Youngster Maraike Kusian sowie in der Schlussminute über das gefühlvolle Zuspiel von Jana Pollmer auf Anabel Heitefuß, die den Kempa-Trick gnadenlos abschloss.

Wir haben mit unserer offensiven Deckung aufmerksam für viele Ballgewinne und die frühe deutliche Führung gesorgt“, sah Trainer Christian Hungerecker den Schlüssel zum Sieg bei seiner Defensivabteilung. Die zeitweiligen Flüchtigkeitsfehler seiner Riege blendete Hungerecker direkt nach dem Spiel erst einmal aus. Die Videoanalyse wird das Thema aber sicher noch einmal auf die Tagesordnung bringen.