Corona-Handball-Statusbericht

Nach der für Anfang Mai angekündigten schrittweisen Aufnahme des Schulbetriebs werden wir mit Fragen zur Aufnahme des Trainingsbetriebs konfrontiert. Dies wollen wir für einen kurzen Corona-Handball-Statusbericht nutzen.

Nach einem Telefonat mit der Sporthallenverwaltung am vergangenen Freitag werden weder die Sporthallen zeitnah geöffnet noch findet Sportunterricht im ab Anfang Mai anlaufenden Schulbetrieb statt. Somit ist noch von einem längeren Aussetzen der sportlichen Aktivitäten auszugehen. Aktuell wird die Hallensperrung bis inkl. 4. Mai 2020 im Sporthallenportal der Landeshauptstadt geführt. Alles Weitere wird sich am 30.4. mit dem nächsten Treffen von Kanzlerin und MPs der Länder ergeben.
 
Große Hoffnung auf Handball im Sommer können wir nicht machen, da aktuell bereits die von uns gemeldeten Teilnahmen an Sommerturniere (Ulzburgcup, Sauerlandcup) von den Veranstaltern abgesagt wurden.
 
Weiterhin hat der HVN die anstehenden Jugendrelegationen erst nach den Sommerferien in Aussicht gestellt. Die aktuellen Abschlusstabellen für den HVN-Bereich sind angekündigt, werden aber offiziell erst verkündet, wenn der DHB-Bundesrat den Beschluss zur Wertung verabschiedet hat.
Weiterhin noch nicht beendet ist der Spielbetrieb in den 3. Ligen sowie Jugendbundesligen. Allerdings verzichten immer mehr potentielle Aufstiegskandidaten auf das Einreichen der Lizenzunterlagen für einen aufstieg in die 2. Bundesliga (Stichtag war der 15. April): Nach den derzeitigen Drittliga-Staffel-Leadern Fritzlar, Aldekerk und Badenstedt sowie dem Ost-Zweiten Eddersheim gab nun auch der Süd-Zweite ESV 1927 Regensburg Handball (Tabellenführer Metzingen 2 darf nicht aufsteigen) seinen Aufstiegsverzicht bekannt.
In einem Beitrag des Portals handball-world.com wird die Situation sehr passend beschrieben – inkl. dem Unverständnis, dass der DHB für die 3. Liga eine Meldefristverschiebung ermöglichte, die HBF hingegen nicht. Dabei hatte die HBF den Bundesligisten noch eine nachsichtigere, wirtschaftliche Prüfung der eingereichten Lizenzunterlagen zugesagt, da diese bereits am 1.3. – also ca. 14 Tage vor dem Ausbruch der Corona-Krise – einreichen mussten. Den Drittligisten hat man keinerlei derartige Zugeständnisse gemacht. Vor dem Hintergrund einer anstehenden wirtschaftlichen Rezession kann man als Vereinsvertreter aus moralischen Gründen auch keinem betroffenen Sponsor eine (erhöhte) finanzielle Unterstützung abverlangen, wenn dieser bzw. seine Mitarbeiter von Kurzarbeit etc. betroffen ist bzw. noch nicht weiß, wie er aus der Krise herausgeht.
Bleibt daheim und gesund!