Beim Meister ist noch ein wenig Sand im Getriebe

Ein erstes Saisonspiel in dem noch nicht alles funktioniert. So könnte man das erste Saisonspiel des TV Hannover-Badenstedt kurz zusammenfassen. Nach einer phasenweise hochklassigen Drittligapartie trennten sich die Hannoveranerinnen gegen den Buxtehuder SV II mit einem 22:22. Lange sah es nach einem Erfolg für den Gastgeber aus, letztendlich muss man aber mit dem Remis zufrieden sein.

Gleich zu Beginn der Saison kam es im Salzweg zu einem „Spitzenspiel“, immerhin trafen der Meister und der Tabellendritte der letzten Saison aufeinander. Die Hoffnungen auf ein schönes Spiel wurden auch erfüllt. Beide Mannschaften gingen über 60 Minuten ein hohes Tempo – dass zum Saisonauftakt dann noch nicht alles funktioniert, ist wohl verständlich.

Natasha Ahrens erzielte in der 4. Minute den ersten Saisontreffer für Hannover, Buxtehude antwortete aber schnell mit dem 1:1. Bis zur 9. Minute war das Spiel sehr ausgeglichen (4:4) – eine Anfangsnervosität auf beiden Seiten war nicht zu übersehen. Bis zur 19. Spielminute legte der TV Hannover-Badenstedt dann einen 4:0-Lauf hin und führte mit 8:4. Diese Vier-Tore-Führung hielt auch bis zur Halbzeit. Mit 13:9 wechselten die Mannschaften die Seiten.

Hannover hatte im 2. Durchgang zunächst den besseren Start. Leonie Neuendorf und Anabel Heitefuß erhöhten auf 15:9. Wer aber glaubte Buxtehude wurde vorentscheidend abgehängt, sah sich schnell getäuscht. Die Mannschaft von Heike Axmann kam immer wieder durch ihr temporeiches Spiel zum Erfolg. Besonders Buxtehudes Antonia Pieszkalla ging in dieser Phase immer voran und erzielte wichtige Treffer.

Da Hannover mit der Chancenverwertung noch einige Probleme hat, (zu) viele freie Würfe fanden nicht den Weg in das Netz, konnte Buxtehude einfach nicht abgeschüttelt werden. Trozdem stand in der 52. Minute noch ein 21:18 auf der Anzeigetaffel. In den letzten neun Minuten gelang dem Gastgeber aber nur noch ein Tor. In der 57. Spielminute gelang dem Juniorteam aus Buxtehude der 22:22-Ausgleich und man musste Angst haben, dass Hannover in der Crunch-Time das Spiel noch verliert. Die letzten drei Minuten waren aber eher gepägt von Hektik, technischen Fehlern und Fehlwürfen und so waren am Ende sicher bei Teams mit der Punkteteilung zufrieden. Ganz so sah der Trainer Christian Hungerecker das nicht: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns,“ war sein knapper Kommentar nach dem Spiel.

Lange Zeit hat die Mannschaft für eine Aufarbeitung nicht, denn bereits am Freitag muss der TV Hannover-Badenstedt wieder ran. Die Wegstrecke zum Auswärtsspiel ist aber überschaubar. Im Stadtderby wartet der Aufsteiger Hannoverscher SC auf das Liga-Team. Anpfiff ist am Freitag, 20.09.2019, um 19 Uhr in der Sahlkamphalle (Sahlkamp 152, 30179 Hannover).

War mit 6 Treffern erfolgreichste Badenstedter Werferin: Saskia Rast