Badenstedt gibt nach dem Vorglühen Gas in Schwerin

Gastgeber SV Grün-Weiß Schwerin hatte bereits dreimal auf den Starterknopf gedrückt, erst nach der 0:3-Führung durch Elini Evangelidou brachte Denise Friebe nach sieben Minuten zum ersten Mal den Wurf im Schweriner Gehäuse unter. Die lange Badenstedter Vorglühphase war beendet, die Abwehr stabilisierte sich und der Motor der JUNGEN WILDEN begann immer kräftiger zu brummen. Mia Lakenmacher führte nun entschlossen Regie im Badenstedter Rückraum und warf nebenbei noch sechsmal den Ball ins Schweriner Netz.  Den vorläufigen Schlusspunkt zur 18:11 Pausenführung für die Hannoveranerinnen setzte Mareike Kusian mit einem Doppelschlag in den letzten 20 Sekunden. „Eigentlich war das Spiel da schon entschieden“, meinte der mitgereiste Badenstedter Schiedsrichterwart Bernd Schröder.

Zweimal Anabel Heitefuß, Jana Pollmer vom Siebenmeterpunkt sowie Natasha Ahrens schraubten zügig nach der Pause die Differenz beim 22:12 bereits auf 10 Tore. Schwerin wollte sich aber noch nicht ergeben, Evangelidou und zweimal Nina Fischer trafen für die Grün-Weißen dreimal in Folge.  Aber auch für Badenstedt wurde durch Luzie Hilke nun dreimal eingenetzt, Schwerin versuchte sich nach Hilkes 25:16 in einer Auszeit (44.) zu sammeln. Nina Fischer nutzte eine Zeitstrafe gegen Mareike Kusian im Anschluss zum 17:25, Evangelidou und Lea Schmidke legten zum 19:25 Zwischenstand nach. Näher kamen die Gastgeberinnen aber nicht mehr heran. Erneut war es Luzie Hilke auf der rechten Angriffseite, die mit drei schnellen Toren zum 19:28 (52.) für Entlastung sorgte. Schwerin nahm darauf erneut eine Auszeit, aber die Zeit lief nun unererbittlich gegen die Mecklenburgerinnen, die nach der Verschnaufpause ihr Pulver endgültig verschossen hatten. Luzie Hilke krönte sich mit ihrem achten und gleichzeitig letzten Treffer des Spiels zum 21:36 zur Badenstedter Schützenkönigin.  „Mich freut, dass wir uns hier mit der ganzen Breite unseres Kaders zeigen konnten und alle Feldspielerinnen getroffen haben. Das ist mir wichtiger als das Endergebnis“, kommentierte Christian Hungerecker den Kantersieg.