B-JUNGWILDE unter den besten 8

Als am Sonntag um 16:10 Uhr die beiden exzellenten Unparteiischen Konrad Gimmler und Jannik Rips vom SV Irxleben den Schlusspfiff in der SalzwegArena ertönen ließen, hatten sich schon nahezu alle Zuschauer erhoben und feierten die weibliche B-Jugend der HSG Hannover-Badenstedt mit „Standing Ovations“. Mit einem souveränen 26:17 (13:9)-Erfolg gegen den VfL Bad Schwartau zogen die B-JUNGWILDEN vor 190 Zuschauern ins Viertelfinale der Deutschen B-Jugend-Meisterschaft ein, in dem sie auf die Vertretung des BV Borussia Dortmund treffen werden. Die beiden Viertelfinalspiele werden am 5. Mai (18:30 Uhr) in Dortmund und am 12. Mai (17:30 Uhr) in Hannover ausgetragen.

Nach der 19:25-Niederlage im Hinspiel vor einer Woche lag der Druck auf den Gästen, die einen 6 Tore-Rückstand aufholen mussten. Diesen nahmen die Schützlinge von Trainer Olaf Schimpf aber an und zeigten diesmal von Beginn an Nervenstärke. Das erste Tor zum 0:1 fiel durch einen Siebenmeter von Marla Sophia Mathwig – nach dem Drama vom Hinspiel mit sieben vergebenen Strafwürfen keine Selbstverständlichkeit. Das erste Tor für die HSG-Mädchen fiel wie in Bad Schwartau durch Merle Bartels, die sich schön am Kreis durchsetzen konnte.

Danach taten sich beide Mannschaften schwer, ins Spiel zu kommen. Das 3:1 für die HSG fiel erst in der 10. Minute, bis dahin konnten auf beiden Seiten vor allem die Torhüterinnen Kim Lucas (HSG) und Beatrice Kasten (VfL) mit starken Aktionen die Akzente setzen. Bis zur 20. Minute blieb das Spiel ausgeglichen. Die JUNGWILDEN legten zwar immer vor, der Marmeladenexpress ließ sich aber nicht abhängen. Nach dem 8:8 hatten unsere Mädchen ganz starke fünf Minuten und erspielten sich einen 4-Tore-Vorsprung bis zur Halbzeitpause. Großen Anteil hatte auf Seiten der HSG dabei eine glänzend aufgelegte Mia Lakenmacher, die vier ihrer sechs Tore sowie weitere fünf Assists allein in der ersten Hälfte verbuchen konnte.

Ein 4:0-Lauf der JUNGWILDEN in den ersten 3 Minuten nach dem Seitenwechsel brachte die Vorentscheidung zum 17:9. Davon erholten sich die Gäste nicht mehr. Durch teilweise unnötige Zeitstrafen schwächten sie sich immer wieder selbst, so dass die HSG das Spiel sicher und souverän am Ende mit 9 Toren Vorsprung und einem 26:17 nach Hause bringen konnten. Neben einer wieder einmal starken Kim Lucas im Tor ragte Anabel Heitefuß mit 12 Toren aus einen tollen Mannschaftsleistung heraus.

Unsere Trainerin Denise Friebe zeigte sich von der gezeigten Leistung und vor allem der mannschaftlichen Geschlossenheit sehr beeindruckt: „Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben aber auch dem Gegner keine Möglichkeit gegeben, sich seinerseits zu entwickeln. Gegen Ende der ersten Hälfte haben wir dann das Heft in die Hand genommen und sind hellwach aus der Kabine gekommen. Am Ende konnten wir allen Spielerinnen Einsatzzeiten geben, was uns Trainern sehr wichtig war. Jetzt sollen die Mädchen erst einmal feiern und dann gehen die Vorbereitungen auf Dortmund los.

Die weibliche B-Jugend hat damit die erste Play-off-Prüfung mit zwei überzeugenden Leistungen im Achtelfinale erfolgreich überstanden und gehört in der Saison 2017/18 zu den acht besten weiblichen B-Jugendmannschaften Deutschlands. Die Gegner werden weniger, dafür stärker und wir sehen mit freudiger Erwartung zwei hoffentlich spannenden und tollen Begegnungen gegen den Westfalenmeister vom BV Borussia Dortmund entgegen.