A-JUNGWILDE mit guter Ausgangsposition in 2. JBLH-Relegationsrunde

Die weibliche A-Jugend des TV Hannover-Badenstedt hat mit zwei Siegen in ihrer Erstrundengruppe die zweite Qualifikationsrunde zur Jugendbundesliga erreicht, musste diesen Erfolg aber teuer bezahlen. Jugendnationalspielerin Maraike knickte bei einer Abwehraktion mit dem Pausenpfiff um und wird mit einer Bänderverletzung einige Wochen pausieren müssen. Damit wird unsere Mannschaft auf Maraike für die weitere Qualifikation verzichten müssen.

Am kommenden Wochenende geht es mit Runde 2 in Edemissen (bei Peine) weiter. Aus unserer Gruppe hat sich der BV Garrel ebenfalls qualifiziert, der HSV Magdeburg ist ausgeschieden. Zweitrundengegner werden die ebenfalls gestern qualifizierten Mannschaften des VfL Oldenburg, Thüringer HC, Werder Bremen und der HSG Osnabrück sein.

Da die Ergebnisse aus der ersten Runde mitgenommen werden, ergibt sich folgender Zwischenstand für die zweite Runde:

Platz    Mannschaft                 Spiele   Tore     Punkte
1        Werder Bremen              1/5      28:19    2:0
2        VfL Oldenburg              1/5      20:14    2:0
3        TV Hannover-Badenstedt     1/5      25:21    2:0
4        BV Garrel                  1/5      21:25    0:2
5        Thüringer HC               1/5      14:20    0:2
6        HSG Osnabrück              1/5      19:28    0:2

Um 10 Uhr eröffneten die Spielerinnen des TVHB gegen den HSV Magdeburg den Qualifikationstag. Im Vorfeld hatten wir uns auf ein schweres Spiel eingestellt, der Gegner nahezu unbekannt und mit einer A-Jugend-Mannschaft, die fast komplett auch schon eine Damen-Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga hinter sich hat. Die geringe Anzahl an Spielerinnen (10) ließ aber schon erahnen, das einige Spielerinnen bei unserem Gegner fehlten. Im Nachhinein stellte sich dann auch heraus, dass den Magdeburgerinnen zwei Spielerinnen durch Verletzung fehlten.

Das soll aber nicht die konzentrierte und starke Leistung unserer Mannschaft schmälern. Nur in den ersten Minuten konnten uns die Spielerinnen von Harry Jahns ärgern und führten nach fünf Minuten mit 2:3 Toren. Danach nahm der Badenstedt-Express Fahrt auf und mit einem 6:0-Lauf konnten wir den Gegner beeindrucken. Über 8:3 Tore zogen wir unwiderstehlich davon und nahmen einen komfortablen 14:5-Vorsprung mit in die Halbzeitpause.

Auch in der zweiten Hälfte kontrollierten wir das Spiel weiterhin und nahmen am Ende neben den zwei Punkten ein 25:11 mit. Christian Hungerecker freute sich, dass wir einen guten Start erwischt hatten. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir konnten allen Spielerinnen Spielzeit geben, alle Feldspielerinnen erzielten mindestens ein Tor und die Torhüter zeigten zum Teil starke Leistungen. So kann es weitergehen.

Statistik:

TVHB – HSV Magdeburg 25:11 (14:5)

Es spielten und trafen: Gianna und Kim – Anabel (5/2), Carolin (1), Elea (1), Greta (1), Julia (2), Lara (2), Luisa (1), Maraike (1), Mariessa (1), Mia (7/1), Monja (1), Noemi (2/2)

Nachdem der BV Garrel zwischenzeitlich auch gegen den HSV Magdeburg mit 24:16 gewinnen konnte, kam es am Nachmittag zu einem Endspiel um den Gruppensieg und die möglichst gute Ausgangsposition für die nächste Runde zwischen dem BV und uns. Im Vorfeld hatten wir die Chancen auf 50:50 geschätzt und es zeigte sich im Spiel, dass wir damit nicht so schlecht gelegen hatten. Es sollten sich spannende 40 Minuten entwickeln, die die zahlreichen mitgereisten Badenstedter Zuschauer einiges an Nerven kosteten.

Garrel legte einen Blitzstart hin und führte nach 99 Sekunden mit 0:3 Toren. Den Weckruf hatten die A-JUNGWILDEN gehört und nach weiteren 100 Sekunden begann die Partie mit dem 3:3 von Neuem.

Es entwickelte sich in den folgenden Minuten ein zäher Schlagabtausch, in dem es in den weiteren zehn Minuten wild hin und her ging mit wenigen Toren (6:4). Danach bekamen die JUNGWILDEN die Gegnerinnen immer besser in den Griff und konnten bis zur Halbzeitpause einen 4-Tore-Vorsprung zum 13:9 herausarbeiten.

In der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff dann der Schockmoment: Maraike versuchte ihre Gegnerin beim Gegenstoß zu stören, knickte dabei um und zog sich eine Bänderverletzung zu. Nicht nur den TVHB-Fans auf der Tribüne stockte der Atem. „Die Verletzung von Maraike war ein Schock für die Mädchen“, so Christian nach dem Spiel. „Wir Trainer haben schon eine leichte Verunsicherung in der Kabine gespürt. Aber wir sind stolz darauf, dass sie es in der nicht einfachen zweiten Hälfte so toll gelöst haben“.

Die zweite Hälfte gestaltete sich wirklich nicht einfach. Während die JUNGWILDEN zunächst bis zur 42. Minute auf 20:14 ausbauen konnten und das Spiel schon „safe“ schien, setzte der BV Trainer Jonas Kettmann alles auf eine Karte und versuchte über die Kurzdeckung von zwei, teilweise drei Spielerinnen wieder ins Spiel zu kommen. Da in dieser Phase zudem die Torhüterin des BV einige klare Chancen zunichte machte, wurde das Spiel noch einmal ganz eng.

Unsere Trainer zogen beim 22:20 in der 38. Minute das Team-Time-Out. Es entwickelten sich danach turbulente 150 Sekunden. Erst gelang Garrel der Anschlusstreffer zum 22:21, dann brachten wir durch eine grandiose Deckungsarbeit und exzellentes Tempospiel Mariessa zweimal toll in Position und sie verwandelte eiskalt zum 24:21. Den Schlusspunkt setzte Mia mit ihrem siebten Treffer zum viel umjubelten 25:21-Endstand.

Eine klasse Leistung gegen einen starken, nie aufsteckenden Gegner, der in Melanie Fragge (10/6) eine ebenso treffsichere Siebenmeter-Torschützin aufwies wie wir mit Anabel (13/5). Der Erfolg bringt uns in eine gute Ausgangsposition für die weiteren Spiele in der zweiten Runde, die am kommenden Wochenende stattfindet.

Statistik:

TVHB – BV Garrel 25:21 ((13:9)

Es spielten und trafen: Gianna und Kim – Anabel (13/5), Benita, Elea (1), Emma, Julia (1), Lara, Luisa, Maraike, Mariessa (3), Mia (7), Monja, Pia

PS: Randnotizen

Neben den zahlreichen Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden der JUNGWILDEN nahmen sich auch unser Vorstand Jörg Rast, Spielwart Bernd Schröder und Pressechef Uwe Pichlmeier die Zeit, die Mannschaft zu unterstützen. Weiterhin konnten wir mit Frauke Kemmer, Natasha Ahrens und Alina Defayay drei Spielerinnen der JUNGEN WILDEN auf der Tribüne sichten, die mit den Mädchen fieberten.